IG Angus Hessen e.V.

Weihnachtsbasar Bischoff – PTR

Züchterfahrt 2018 nach Niedersachsen

Die Züchterfahrt der IG Angus Hessen, führte uns im Jahr 2018 zu unseren nördlichen Nachbarn Niedersachsen. Dort hatte die Angus Rind Nord e.V. in Zusammenarbeit mit unserem Vorstand ein Züchtertreffen mit insgesamt 6 Betriebsbesichtigungen organisiert. Am 06. Oktober ging es frühmorgens mit 3 Kleinbussen gen Norden. Wie geplant, trafen wir mit 17 hessischen Anguszüchtern um 9:30 Uhr in Walsrode-Schneeheide bei Sven Meyer ein, um uns mit den bereits wartenden Züchtern aus Niedersachsen, Schleswig Holstein und Mecklenburg-Vorpommern zu vermischen.

…morgens halb 10 in Schneeheide

Nach der Begrüßung nahmen wir erst einmal ein gemeinsames Frühstück ein und besichtigten dann den Hof, die Kühe auf der arrondierten Weide und die Absetzer in den Stallungen. Sven Meyer gab uns einen Einblick in seine Philosophie der Anguszucht und stellte uns eine sehr homogene Herde, im mittelrahmigen Typ, hauptsächlich in Rot vor. Der Betrieb „Hof Meyer“ wird im Nebenerwerb geführt. Seit 2006 züchtet Sven Meyer Angusrinder. Heute werden auf ca. 30 ha Grünland, 25 Kühe plus Nachzucht gehalten. Von April bis November werden die Tiere auf den direkt am Hof liegenden großzügigen Weiden gehalten.

Den Winter verbringt die Herde im Jahr 2015 neu errichteten Stall. Sein Stallkonzept erlaubt ein einfaches Arbeiten, das ist für Ihn als Nebenerwerbsbetrieb sehr wichtig um die Arbeiten neben seinem Beruf gut erledigen zu können. Die Absetzer werden im Winter in den umgebauten Altgebäuden gehalten.

Pacco von Sven Meyer

Die Abkalbungen finden vom November bis Januar statt. Die Tiere werden ab Hof mit einem Alter von ca. 16-17 Monaten, im Mischpaket ohne Knochen direkt vermarktet, die besseren werden zur Zucht abgegeben. Zusätzliches Standbein ist die Masthähnchenproduktion, die im Sommer in der Stallungen durchgeführt wird, die Hähnchen werden nach der Schlachtung, in einer mobilen Geflügelschlachterei am Hof, der Direktvermarktung zugeführt. Weiterhin betreibt die Familie Meyer noch eine Pensionspferdehaltung, bei der aber die Besitzer, die Pferde selbst versorgen. Eine Ferienwohnung und der überbetrieblicher Maschineneinsatz sind weitere Standbeine des Betriebs.

Als nächstes trafen wir uns auf der Weide der Schröder GbR in der Nähe von Rotenburg (Wümme). Familie Schröder bewirtschaftet ca. 70 Grünland und 50 ha Ackerland. Es werden zwei Deckbullen und 60 Mutterkühe plus Nachzucht gehalten. Die Bullenmast und eine Pferdepension runden den Haupterwerb ab. 

Auf der Weide der Schröder GbR

Die Mutterkühe werden von April-November in zwei Herden auf der Weide gehalten, den Rest des Jahres verbringen sie in einem Tieflaufstall mit Auflauf auf einen Ackerstandort. Auf diesem Betrieb laufen die Abkalbungen von November bis März, das Absetzen erfolgt im September. Die hauptsächlich in schwarz gehaltene Herde weist einen Herdbuchanteil von ca. 30 % auf.

In einem recht neuen Bullenmaststall und in den Altgebäuden werden ca. 140 Angusbullen mit Maissilage, Grassilage, Getreideschrot, Rapsschrot und Mineralfutter gemästet. Die Fresser, die nicht aus der eigenen Nachzucht kommen werden mit 200-350 kg eingestallt, die Tageszunahmen betragen im Mittel 1250 Gramm, ausgemästete Bullen werden über die Masterrind vermarktet.
Nach einem kleinen Mittagssnack, in Form von gegrillten Bratwürstchen, ging es zu unserem letzten Betrieb für den Samstag. Wir fuhren nach Visselhövede, zu Thorsten Ahlers. Familie Ahlers bewirtschaftet einem sehr interessant und idyllisch gelegenen Hof mit ca. 50 ha am Betrieb arrondiertem Grünland.

An der Weide bei Thorsten Ahlers

Die Weiden werden vom Hof aus mit Elektrizität für den Weidezaun und auch mit Wasserleitungen für die Tränken versorgt. Dass der Betrieb Ahlers seit 1997 Angus züchtet, erkannten wir auch an der sehr schönen, harmonischen Mutterkuhherde die seither aufgebaut wurde. Die ca. 30 Mutterkühe werden in beiden Farbrichtungen gehalten. Die Abkalbungen sollen möglichst im Freiland stattfinden allerdings befürchtet Thorsten Ahlers wie auch die Schröder GbR, dass es in Zukunft Probleme mit dem Wolf geben könnte, da in der näheren Umgebung schon mehrfach Risse an Nutztieren zu beklagen waren.

Kühe mit Kälber bei Thorsten Ahlers

Im Winter stehen die Tiere in einem Geschickt genutzten Altgebäude, oder in einem der Neubauten der letzten Jahre. Einer der Bullen, (Gin/Goldbar), die zum Deckeinsatz kommen, wird mit Sven Meyer in Zuchtgemeinschaft  gehalten. Die Tiere werden zur Zucht, oder, wie sollte es auch anders sein, über die Masterrind vermarktet. An der Tatsache, dass bei Thorsten ein Dreiachs-Ballenwagen mit einem verhältnismäßig PS- schwachen Traktor gezogen wird, erkannten wir Mittelgebirgsler sofort, dass wir mit unserer Reise in der Norddeutschen Tiefebene gelandet waren. Nach Kaffee und Kuchen und einigen leckeren Flaschen „Bullenbändiger“ ging es zum Glück nur noch wenige Kilometer weiter nach Walsrode-Hünzingen.

„Bullenbändiger“ von Sven Meyer

Hier wurden wir in dem sehr schönen Hotel „Forellenhof“ mit einer freundlichen Dame an der Rezeption und sehr guten Zimmern empfangen. Glücklicherweise konnten wir bei schönem Wetter noch einen der letzten Grillabende des Hotels, in diesem Jahr genießen. Der immer gut gelaunte Grillmeister erinnerte die älteren von uns an Hop Sing, von „Bonanza“. Das Grillbuffet und das leckere Bier, das im Hotel gebraut wird rundeten diesen gelungenen Tag hervorragend ab. Besonders schön war, dass unsere Freunde aus den nördlichen Bundesländern und einige Betriebsleiter, des Tages, mit uns zusammen den Abend verbrachten. Einziger Wehmutstropfen war, dass wir aus Platzgründen nicht komplett zusammensitzen konnten. Nach gefühlt 5 Liter „Forellenwasser“ und dem Rausschmeißer „Ratzeputz“ fanden gegen 2 Uhr auch die letzten von uns ihre wohlverdiente Nachtruhe.

Nach dem sonntäglichen Frühstück, zu dem „der Letzte“ kurz vor unserer
Abfahrt, dann auch noch erschien, ging es auf die Autobahn Richtung Süden, nach Burgwedel-Engensen. Durch kurzzeitige Diskrepanzen zwischen zwei – drei Navi`s, bzw. Beifahrern kamen wir doch noch Fristgerecht um 9:30 bei Heinz – Wilhelm Riekenberg an und wurden gleich noch einmal mit Kaffee und Gebäck versorgt.

Die gut gelaunte Reisegruppe auf dem Hof Riekenberg

Heinz-Wilhelm erklärte uns, dass wir uns in Burgwedel, der Ortschaft mit der größten Angusdichte, nämlich Riekenberg, Oelkers und Bähre befinden. Fam. Riekenberg bewirtschaftet ca. 100 ha Grünland. Alles topfeben und komplett im Landschaftsschutzgebiet gelegen. Zusätzlich werden noch 3 ha Mais angebaut, der in der Bullenmast eingesetzt wird. Die Jungbullen stehen im Altgebäude am Hof zusammen mit einigen Tieren von Timo Oelkers mit dem Heinz-Wilhelm gemeinsam auch einen Lohnbetrieb mit Häckselkette sowie Maisaussaat führt. Die Mutterkühe werden im Winter in einem einfachen und praktikablen Stallsystem gehalten, das direkt an den großzügigen Flächen im Außenbereich, knapp 10 km vom Wohnhaus entfernt, liegt.

  Stall und Weide von H.-W. Riekenberg

 

Auf der Fahrt vorbei an den großen Schlägen des Betriebs sahen wir auch hier gleichmäßige, mittelrahmige Tiere. Die Jahrzehnte langen züchterischen Ambitionen von Heinz-Wilhelm zeigen sich auch in vielen verschiedenen Blutlinien durch KB und Embryo-Transfer in seiner Herde.

Harmonische Rindergruppe von H.-W. Riekenberg

Der AA-Blutanteil liegt bei ca. 50 %. Direkt in der Nähe des Riekenbergschen Hofes liegt der neue Bullenmaststall von Timo Oelkers. Timo bewirtschaftet 140 ha, davon 60 ha Ackerland auf dem Hauptsächlich Roggen und Mais wachsen. Die ca. 50 Mutterkühe lehnen sich stark an der Genetik von Heinz-Wilhelm an. In dem 2015 erbauten Bullenmaststall werden 110 Bullen gemästet.

Der neue Bullenmaststall von Timo Oelkers

Bullen im Maststall von Timo Oelkers

Das Entmisten des Laufgangs von diesem Tretmiststall erfolgt mit einer automatischen Schieberanlage, eingestreut wird von der Rückseite mit einem Radlader. Auch Timo vermarktet seine Bullen über die Masterrind.
Nach dem Mittagessen in einer Gaststätte in der Nähe von Burgwedel, ging unser kleiner Konvoi weiter in Richtung Hessisch-Oldendorf im Weserbergland. Wie der Name der Ortschaft schon erahnen lässt, waren wir jetzt schon in Richtung hessischer Heimat unterwegs.
Wie auf unserer ganzen Reise, wurden wir auch von Familie Brockmann überaus Herzlich empfangen. Nachdem die wichtigste Frage des Tages(„WER IST CLAUS KNACKER?“) geklärt wurde, übernahm Friederike Brockmann die Betriebsführung und berichtete uns, dass ca. 27 ha Grünland, zum Teil auch extensiv genutzt werden. Auf etwa 17 ha Ackerland werden Weizen, Gerste, Raps und Hafer angebaut. Auch hier, wie auf unserer ganzen Reise konnten wir eine sehr homogene Herde betrachten, die zurzeit aus 17 Kühen plus Nachzucht besteht.

tolle Tiere auch in Hessisch-Oldendorf

 

 

Der aktuelle Herdenbulle, LA Prontus, stammt mit AZH Pronto von einem hessischen Bullen ab. In der Vergangenheit wurde auch ein Casanova-Sohn von der Eselsmühle eingesetzt. Familie Brockmann ist fast komplett eigenmechanisiert, das ist auch ihnen wie vielen anderen Nebenerwerbslandwirten sehr wichtig um die Arbeiten flexibel zu erledigen. Auch Familie Brockmann legt sehr großen Wert auf einfaches und kuhgerechtes Arbeiten in ihrem Stall, der mit viel Licht, Luft und Auslauf überzeugen konnte. Da Friederike hauptberuflich bei der Masterrind beschäftigt ist, liegt es auf der Hand, dass die Tiere hauptsächlich auch hier vermarktet werden. Bei Kaffee und Kuchen im Hof der Familie Brockmann ging unsere Reise durch Niedersachsen dann zu Ende.

Friederike mit den bestens gelaunten Hessen kurz vor der Heimfahrt

Die drei Kleinbusse fuhren in zum Teil haarsträubendem Zick Zack Kurs gen Alsfeld oder Korbach, am Ende kamen wir aber doch alle wieder gut zu Hause an.

Wir bedanken uns bei allen Betrieben, die uns mit großer Freundlichkeit auf Ihren Betrieben begrüßt und bewirtet haben. Danke auch dafür, dass wir Einblick in die Herden und gut durchdachten Betriebskonzepten erhielten. Vielen Dank an Sven Meyer, der die Tour zum großen Teil mitgeplant hat.
Wir wünschen den Familien weiterhin viel Erfolg in Zucht und Vermarktung der Rasse Angus. Zum Schluss muss auch mal gesagt werden – Danke an die komplette Reisegruppe für die harmonische Fahrt!

Neue Mitgliedsbetriebe 2018

Wir freuen uns über neue Mitgliedsbetriebe:

Grauling Norman   Brückenweg 17 35066 Frankenberg-Willersdorf
Jordan Christof   Kapellenweg 1 36145 Hofbieber-Wittges
Zehfuß Peter und Karl Philipp   Schulzengasse 9 64625 Bensheim – Schwanheim

Herzlich Willkommen in der IG Angus Hessen.

Qunetics Züchtertreffen in Marburg-Moischt – 60 Jahre Anguszucht Henz

Das diesjährige Züchtertreffen, der Rasse fand erstmals unter dem neuen Namen QNETICS auf dem Betrieb Henz in Marburg-Moischt statt. In diesem Jahr gab es dafür auch einen guten Grund, denn die Familie Henz betreibt seit 60 Jahren Anguszucht in Moischt.

Alle Interessierten Züchter und Halter, sowie einige Ehrengäste fanden sich bei bestem Wetter auf dem Hof der Familie Henz ein und man begann die Veranstaltung mit einem gemütlichen Kaffeetrinken. Rainer Henz begrüßte zum Auftakt alle Anwesenden und Ehrengäste darunter die Vorsitzende des Kreisbauernverbandes Marburg-Biedenkopf Frau Karin Lölkes, die Leiterin des Fachbereichs Ländlicher Raum und Verbraucherschutz Marburg-Biedenkopf Frau Heike Wagner, den Ortsvorsteher von Marburg Moischt Herr Horst Mania, den Geschäftsführer der Qnetics Herr Rudi Paul mit seinen Mitarbeitern Christian Sölzer, Harald Krausmüller und Maximilian Seim, den Zuchtleiter Jost Grünhaupt sowie Stellvertretend für die IG Angus Hessen den Vorsitzenden Claus Knacker. Rainer Henz gab anschließend einen Überblick über die bauliche Entwicklung des Betriebs, der nach der Aussiedlung auf den jetzigen Hof, die Stallungen in der alten Hoflage im Ortskern weiterhin für die Aufstallung der Auktionsbullen sowie für Saatgetreide und Heu als Lager dient.

Martin Henz gab den Anwesenden in seinen Ausführungen dann einen Einblick in die Entwicklung der Angus Zucht auf dem Betrieb Henz. Der Vater von Martin Henz suchte nach der Aufgabe der Milchviehhaltung vor 60 Jahren eine geeignete Rasse für die „Restgrasverwertung“, die fanden sie nach besuchen in Schottland und so begann er die Zucht der Aberdeen Angus, der Weg führte dann über Deutsche Angus jetzt wieder hin zu den Aberdeen Angus.

Bei den Grußworten die zum 60 jährigen Jubiläum überbracht wurden gratulierte der Ortsvorsteher Horst Mania sehr herzlich und freut sich sehr, dass man einen so gut aufgestellten Betrieb in Moischt habe. Die Familie Henz engagiere sich zudem auch noch in vielen Vereinen von Moischt.

Rudi Paul von QNETICS gratulierte der Familie Henz und dankte für den Jahrelangen Einsatz für die Fleischrinderzucht in den Gremien der QNETICS Vorgängerfirmen.

Karin Lölkes überbrachte die Glückwünsche vom Kreisbauernverbandes Marburg-Biedenkopf und ging in Ihren Worten auf die „Bauernfamilien“ ein, es sei immer die ganze Familie die zusammenarbeite und Investitionen werden langfristig geplant, das ist oft in der Industrie nicht der Fall.

Für die IG Angus Hessen e.V. überbrachte Claus Knacker die Glückwünsche und überreichte ein Geschenk.

Nach den Grußworten ging es auf eine Hof-Tour durch Stall, Getreideannahme und Maschinenhalle. Anschließend wurden die Herden auf den großzügigen Weiden besucht. Martin und Rainer Henz übergaben uns eine Tierliste auf der die Abstammungen der Kühe und Kälber zu sehen war und erklärten uns die Abstammungen.

Martin Henz bei der Gruppe Kühe mit den männlichen Kälber

 

Die Rasseversammlung fand dann in der Mehrzweckhalle Moischt statt. Qnetics Geschäftsführer Rudi Paul informierte zu Beginn über die Chronologie der BHV-1 Geschehnisse, die hoffentlich bald ausgestanden sind. Im weiteren Verlauf informierte uns Christian Sölzer über die Vermarktungslage und Zuchtleiter Jost Grünhaupt über Aktuelles aus der Zucht. Des Weiteren und zog er ein Resümee vom Fleischrindertag und der Angus Bundesschau in Lassdorf.

 

1. Juni 2018 Hessentag in Korbach

Kalb Jannik begann den Tag mit einem Milchfrühstück.

Milchfrühstück

Als es im Laufe des Tages wieder sehr warm wurde sorgt ausreichend frisches Wasser für Abkühlung.

Am Stand besuchten uns heute die beiden passionierten Angus-Züchter Inge und Holm Becker, sowie der Korbacher Landtagsabgeordnete Armin Schwarz.

Inge und Holm Becker an unserem Stand

Gruppenfoto mit der Standbetreuung und dem Landtagsabgeordneten Armin Schwarz

30. Mai 2018 Hessentag in Korbach – Kuh Veilchen + Kalb Jannik

Nach dem gestrigen Gewitter scheint heute wieder die Sonne.

Kuh Veilchen und ihr Kalb Jannik begrüßen die Besucher

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an unser Mitglied Kurt Emde aus Korbach für die Bereitstellung der Hessentagsanguskuh Veilchen und ihr Kalb Jannik

29. Mai 2018 Hessentag in Korbach – Der Tag endet mit einem Donnerwetter

Beim Hessentag, am Stand unserer Interessengemeinschaft gibt es immer mal wieder ein Stelldichein von Bekannten. Veilchen, die Ausstellungs – Kuh beobachtet das Kommen und Gehen mit großem Interesse. Leider wurde die „Natur auf der Spur“ heute Nachmittag früher geschlossen, weil starker Wind die gute Stimmung jäh beendete und ein Gewitter aufzog.

28. Mai 2018 Hessentag in Korbach „Die Landrally“

Landralley auf dem Hessentag
Der Bauernverband hat für Grundschulklassen eine Landralley mit 19 Stationen organisiert. Frage an der Station Angus: Was haben Angusrinder für eine Besonderheit? Antwort? Wenn du es nicht weißt frag doch mal nach.

Die Klasse 2 c der Humboldt- Schule aus Korbach stellte sich vor dem Gehege unserer Ausstellungskuh Veilchen zum Gruppenfoto

Wer weiß die Antwort?

Ob uns die Kuh Veilchen oder ihr Kälbchen einen Hinweis geben kann?

Wir fragen am besten die kompetente Standbetreuung – Die kennen sich mit den Anguskühen am besten aus 🙂

27. Mai 2018 Hessentag in Korbach Prominenter Besuch an unserem Stand

Prominenter Besuch vom Hessetagspaar, Besucher/innen aus Kassel Mannheim und zahlreichen Regionen Hessens. Kurz gesagt ganz Hessen trifft sich auf dem Hessentag in Korbach. Den weitesten Weg hatte eine Besucherin aus Leipzig zurück gelegt.

Ein Gruß vom Hessentagsteam 2018

Das Hessentagsteam

Unser Hessentagsteam 2018 grüßt vom gerade fertig vorbereiteten und mit Tieren bestückten Ausstellungsgelände. Man findet uns auf dem Gelände „Der Natur auf der Spur“. Wir wünschen einen Guten Verlauf des Hessentags in Korbach und an unserem Stand viele interessierte Besucher.

Hessentag 2018 in Korbach – Wir sind dabei!


Der diesjährige Hessentag findet vom 25. Mai 2018 bis zum 03. Juni 2018 in Korbach statt.
In diesem Jahr sind wir von der IG Angus Hessen e.V. wieder mit einem Stand, im Bereich „Der Natur auf der Spur“, dabei.
Wir informieren wieder rund um die Rasse Angus und stellen dabei natürlich auch Tiere unserer Rasse aus.
In der Hoffnung auf viele Besucher und viele interessante Gespräche rund um die Rasse Angus und auch um allgemeine Themen der Landwirtschaft, freuen wir uns auf einen schönen Hessentag 2018

Angus Bundesschau in Laasdorf – der Schaubericht


Am 5. Mai 2018 fand die langersehnte Bundesschau im Zucht und Vermarktungszentrum der Qnetics GmbH in Laasdorf statt.
Bei besten Wetter konnten die Besucher einen einmaligen Einblick in die züchterische Arbeit der letzten Jahre der Anguszucht in Deutschland erfahren!
Aus vielen Teilen Deutschlands hatten 41 Zuchtbetriebe Tiere gemeldet, darunter waren 12 Hessische Betriebe, die ihre Zuchttiere dargeboten haben.
Bei über 100 gemeldeten Tieren hatte Preisrichterin Daniela Wintereder eine längere und nicht selten schwierige Auswahl zu treffen, da oft nur die Tagesform eines Tieres den Unterschied ausmachte.
Etliche 1a Platzierungen konnten wir Hessen wieder erringen und sogar “ 2 Bundessiegertitel” ! Und “ 3 Reserve Bundessiegertitel” !

Bundessiegerbulle ETOS von der ZG Ruppel/Rücklinger


Reservesiegerbulle JOKER vom Heufelder Hof von Claus Knacker


Bundessieger Jungrinder BRIT von Benjamin Trümner


Reservesieger Nachzuchtsammlung des Bullen ETOS der ZG Ruppel Rücklinger


Reservesieger Betriebskollektion der Angus-Zucht Bischoff PTR GmbH

Alle Fotos: Schulte

Herzlichen Dank an alle Hessischen Beschicker, es war ein tolles Erlebnis und wir haben wieder eine tolle Gemeinschaft gezeigt !

Den ausführlichen Bericht könnt ihr auf der Angus-Bundesverbandseite nachlesen.

Allen die nicht anwesend sein konnten, ihr habt ein tolles Event verpasst! Aber Herr Schulte hat unzählige schöne Erinnerungsfotos gemacht, ihr könnt sie euch ansehen unter
dem Link: https://c.web.de/@403120999471514611/c53hBK4yQmO238Fvc4hxdQ/ROOT
Zu guter Letzt: Nach der Schau, ist vor der Schau!
Jetzt Tiere auswählen, vorbereiten und anmelden zur nächsten Bezirks-,Kreis-,Landes-oder Bundesschau!
Es gibt immer etwas zu zeigen 😉

Best of Groß Kreutz – erfolgreich für hessische Anguszüchter!


Das 10 jährige Jubiläum des Deutschen Färsenchampionat in Groß Kreutz war wieder einmal sehr erfolgreich für die hessischen Anguszüchter. 4 der insgesamt 10 aufgetriebenen Angusfärsen kamen aus Mitgliedsbetrieben der IG Angus Hessen.
Die Schwarze Admiral Tochter Emy von der Bischoff PTR in Neukirchen, die auch schon am Fleischrindertag in Alsfeld zu sehen war, konnte die Siegerschärpe für die Rasse Angus
Weiterhin erfolgreich waren die Betriebe Born, Battenberg-Dodenau mit einer Precision Tochter und der Betrieb Henz aus Marburg-Moischt mit 2 Ozzo Töchter.
Bei der nachfolgenden Auktion lag das Preisniveau bei der Rasse Angus bei 2930 € und erreichte damit den höchsten Durchschnittspreis bei den beteiligten Rassen.

Angus-Bundesschau 2018 am 5. Mai 2018

Die Angus Bundesschau des Bundesverband Deutscher Angus-Halter e.V. findet in diesem Jahr im Zucht- und Vermarktungszentrum Laasdorf der Qnetics GmbH in 07646 Laasdorf statt.
An der Schau sind viele hessische Betriebe mit Ihren Tieren vertreten. Im Schaukatalog kann man aber auch Tiere aus ganz Deutschland, mit hessischen Wurzeln entdecken.,
Unsere hessischen Jungzüchter beteiligen sich im Jungzüchterwettbewerb und stellen sich in drei Altersklassen der Konkurrenz.
Der Schaukatalog ist über die Internetseite des Bundesverband Deutscher Angus-Halter e.V. online zu finden unter: http://www.angus-bundesverband.de/index.php/de/aktuelles

Qnetics Fleischrindertag 2018 aus Sicht der Rasse Angus

Bei dem diesjährigen Fleischrindertag der Qnetics in Alsfeld gab es aus Sicht der Anguszüchter wieder einmal allen Grund zur Freude – Der Champion aller teilnehmenden Rassen wurde nämlich der Angus Bulle Emil, im Besitz der Bischoff PTR in Neukirchen. In der Schauklasse der Angusbullen wurde Joker von Claus Knacker Reservesieger.

Bei den Jungrindern gewann die Etos Tochter Elster von Werner Rücklinger aus Eschenrod vor Dornröschen von Matthias Rohleder den Wettbewerb an dem in 2 Klassen insgesamt 15 Jungrinder antraten.

Die erste Schauklasse der Angus Kühen mit Kalb gewann Laura 052 mit einem sehr starken Bullenkalb an der Seite aus dem Bestand von Ulrich Heinz aus Haunetal-Wehrda, in der zweiten Klasse belegte die rote Olli Tochter Mascha mit ihrem Kuhkalb den 1a Preis, sie wurde dann Reservesiegerin des Wettbewerbs der Anguskühe mit Kalb.

Der mit 8/9/7 gekörte Saten Red Sohn Sacco von Arthur Ruppel wurde Körsieger. Thomas Hofacker aus Steinau stellte den Reservesieger ein 8/8/8 gekörter New Design Sohn.
Fotos: Schulte

10. Deutsches Färsenchampionat in Groß Kreutz (Best of): Die Katalogdaten sind online!

Das Auktionslot für das Jubiläumschampionat steht!

Insgesamt 94 Färsen aus 8 verschiedenen Rassen suchen am 10. April 2018 einen neuen Besitzer.

Das 10. Deutsche Färsenchampionat bietet beste Fleischrindgenetik aus fast ganz Deutschland! Mit dabei sind die Rassen
•Angus
•Blonde d’Aquitaine
•Charolais
•Fleckvieh Fleischnutzung
•Galloway
•Hereford
•Limousin
•Uckermärker

Alle Informationen finden Sie schon jetzt in den Katalogdaten zum Download.

https://www.rinderzucht-bb.de/fileadmin/documents/pdf/2018/best_of_katalogdaten_2018.pdf

Fleischrindertag 2018

Weihnachtsbasar der PTR Bischoff

– – -Angebot der ZBH- – -Angebot der ZBH- – –

Die ZBH bietet Bullenspermaportionen an:
1. Bulle Red Peril zum Preis von 14,00 € pro Portion (zzgl. MwSt)

2. Bulle Nikodemus zum Preis von 8,00 € pro Portion (zzgl. MwSt)

Bei Interesse bitte mit untenstehender Adresse Kontakt aufnehmen:
Harald Krausmüller
Herdbuch Fleischrinder
Zucht- und Besamungsunion Hessen eG
An der Hessenhalle 1
36304 Alsfeld

Tel. 0 66 31 / 7 84 11
Fax 0 66 31 / 7 84 48
email: fleischrinder@zbh.de
Amtsgericht Gießen GnR 430 USt.-ID-Nr. DE178302236

Vorstand: Horst Kaisinger (Vorsitzender), Manfred Uhrig (stellv. Vorsitzender), Rudi Paul (Geschäftsführer), Horst Bierwirth, Uwe Habermehl, Harald Hamel, Norbert Klapp, Hans-Georg Knell, Bernd Meier, Hartmut Nuhn, Winfried Schäfer, Rainer Schermuly, Manfred Seib, Volker Siefert; Aufsichtsratsvorsitzender: Emil Funk

Tag der Züchterjugend 24. und 25. November 2017

Los komm, wir machen wieder mit. Anmeldeschluss ist der 27. Oktober 2017!

Auch in diesem Jahr sind die kleinen und großen Nachwuchstalente bereits in den Sommermonaten bei verschieden Tierschauen und Workshops am Üben, um für den großen Tag gerüstet zu sein.
Am letzten Wochenende im November gehören Stallungen und Schauarena der Hessenhalle in Alsfeld wieder den Jungzüchtern.
Die Teilnahmebedingungen sind unverändert: Es kann pro Teilnehmer zusätzlich ein Ersatztier gemeldet werden. Der Vorführer (außer Kälber) verpflichtet sich zur Teilnahme am Tierbeurteilungswettbewerb!
NEU: Zum 1. Mal werden auch die Jungzüchter bei den Fleischrinderrassen zwei Rinder linear beschreiben.
Bitte denkt daran, dass diesmal bei der Rasse Deutsche Holsteins die TBA-App zum Einsatz kommt, also bringt ein Handy mit Android-Betriebssystem mit.
Zur Anmeldung für den Typwettbewerb, bitte nur das dafür vorgesehene Formular aus dem Anhang nutzen.
Änderungen und Ergänzungen für die Vorführwettbewerbe sind bis Freitag den 24. November möglich, nur Gruppen können noch am Samstag nachgemeldet werden.
Wir freuen uns auf eure Anmeldungen und im November auf spannende Wettbewerbe und viel Spaß bei allen Aktivitäten.

Mit freundlichem Gruß aus Alsfeld!

Das ZBH Team

Kerstin Lang
ZBH – Abteilung Herdbuch

Tel: +49(0)6631/784-15
EMail: k.lang@zbh.de
________________________________________
Zucht- und Besamungsunion Hessen eG
An der Hessenhalle 1
36304 Alsfeld
Tel. 0 66 31 / 7 84 10
Fax 0 66 31 / 7 84 48
email: kontakt@zbh.de
Amtsgericht Gießen GnR 430 USt.-ID-Nr. DE178302236

Vorstand: Horst Kaisinger (Vorsitzender), Manfred Uhrig (stellv. Vorsitzender), Rudi Paul (Geschäftsführer), Horst Bierwirth, Uwe Habermehl, Harald Hamel, Norbert Klapp, Hans-Georg Knell, Bernd Meier, Hartmut Nuhn, Winfried Schäfer, Rainer Schermuly, Manfred Seib, Volker Siefert; Aufsichtsratsvorsitzender: Emil Funk
Anmeldeformular_Typwettbewerb_2017
Anmeldung _Vorfuehrwettebwerb 2017

Besser Esser Serie Oberhessische Presse vom 29. August 2017

Bericht aus der Hessische/Niedersächsische Allgemeine (HNA) zum Züchtertreffen im Knüll

Erhebung der hessischen Rindfleischerzeugung

Anbei eine Information der Vereinigung Ökologischer Landbau in Hessen e.V.

Das Original Anschreiben und der Erhebungsbogen, den auch konventionell wirtschaftende Betriebe ausfüllen können, sind im unteren Teil verlinkt.


Liebe Vorsitzende der Interessengemeinschaften der Fleischrinderrassen,

anbei erhalten Sie Anschreiben und Erhebungsbogen unseres Projektes zur 
Förderung der hessischen Bio-Rindfleischerzeugung mit der Bitte um 
Bekanntmachung innerhalb Ihrer Verbände und Ihres Wirkungskreises. Für 
Rückfragen stehe ich gern telefonisch oder per Mail zur Verfügung. 
Anhängend auch eine Pressemitteilung mit näheren Infos zum Projekt.

Mit herzlichem Dank und besten Grüßen

Anneke Jostes

-- 
Anneke Jostes
Vereinigung Ökologischer Landbau in Hessen e. V.
www.voel-hessen.de

Mobil: 0174-4849307

170201Anschreiben_Erzeuger_VÖL
170201Erhebung_Erzeuger_VÖL
PM_ÖkoRindfleisch

Mahn- und Solidarfeuer gegen die uneingeschränkte Ausbreitung des Wolfs am 14.07.2017

Hallo liebe Züchterkolleginnen und Züchterkollegen,
wir möchten euch gerne herzlich zu unserem Mahn- und Solidarfeuer am 14.07.2017 ab 19:30 einladen. Wäre toll, wenn ihr die Einladung ebenfalls mit verteilt. Beim ersten Mahnfeuer in Hessen auf dem Betrieb von Limousinzüchter Torsten Möller hatten wir schon regen Zulauf von etwa 100 Personen aus allen Bereichen der Weidetierhalter und Jäger, aber auch interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie einzelne politische Vertreter der örtlichen Gremien, wäre toll, wenn wir das sogar noch toppen können…

Herzliche Grüße

Tatiana und Lars Duclos

Rainstraße 35

37216 Witzenhausen-Dohrenbach

Fotowettbewerb Fleischrinder Journal –>bis zum 15.Juli 2017

Das Fleischrinder-Journal veranstaltet bis zum 15. Juli einen Fotowettbewerb und bittet um rege Teilnahme. Das beste digitale Bild wird im FRJ veröffentlicht und hat zudem die Chance als Titelbild ausgewählt zu werden.

Und das gibt es zu gewinnen:

  • Eine kostenfreie Teilnahme an unserem Foto-Workshop
  • Ein Amazon-Gutschein im Wert von 50 €
  • Fünf Foto-Bildbände des Landschaftsfotografie-Spezialisten Stefan Schnebelt üben den „Wild Atlantic Way“ entlang der irischen Westküste in einzigartigen Stimmungen und ungewöhnlichen Perspektiven, ein Buch aus dem Programm des Landwirtschaftsverlages.

Alle Informationen zu dem Fotoworkshop und dem Wettbewerb finden Sie auf der Homepage des Fleischrinder-Journals unter www.frj.de

ZBH Rasseveranstaltung Angus, am 01.06.2017 bei Fam. Heiderich in Neukirchen

Die diesjährige Rasserversammlung der Rasse Angus fand am 01. Juni 2017 in Neukirchen-Christerode statt.

Nach der Begrüßung durch Thomas Wicke und dem Betriebsleiter Klaus Heiderich wurde die Veranstaltung bei Kaffee und Kuchen begonnen.

Anschließend wurde in Fahrgemeinschaften die Herde auf ihren Weiden besichtigt.

Auf der Weide am Außenstall traf man auf die Gruppe der Kühe mit dem weiblichen Nachwuchs

Auf einer Weide in der Nähe des Truppenübungsplatzes Schwarzenborn konnten wir dann die Gruppe der Kühe mit den männlichen Kälbern und den Herdenbullen Astronaut sehen.

Zurück auf dem Heiderichs Hof wurden wir dann über die aktuellen Ergebnisse der Zuchtwertschätzungen sowie weiteren aktuellen Themen Rund um die Angus und Fleischrinderzucht durch Zuchtleiter Jost Grünhaupt bestens informiert.

Von Christian Sölzer erfuhren wir dann aktuelles um die Vermarktungssituation bei Auktionen, ab Hof Verkäufen sowie bei den Zuchtviehexporten. Außerdem berichtete er von einer Kurzreise zu Betrieben in Serbien, wo auch mittlerweise Hessiche Angusrinder leben.

Im Anschluss begrüßte Claus Knacker die neuen Mitglieder der IG Angus Hessen und warb für die zweitägige Züchterreise nach Mecklenburg Vorpommern im September.

Nach einer guten Gulaschsuppe ging man zu dem gemütlichen Teil der Veranstaltung über.

Wir bedanken uns bei der Familie Heiderich für die Gastfreundlichkeit

 

 

 

 

 

Fleischrindertag 2017

Der Höhepunkt der züchterischen Arbeit im gesamten Jahr ist und bleibt der Fleischrindertag in Alsfeld und entsprechend intensiv waren die Vorbereitungen auch dieses Jahr bei den einzelnen Angus-Zuchtbetrieben.

 

Die Richtentscheidungen für die Rasse Angus fällte dieses Jahr Dr. Walter Reulecke, Kiel, und zunächst wurden zwei sehr gut besetzte Färsenklassen vorgestellt. Zur Siegerauswahl traten dann die beiden Bestplatzierten aus den einzelnen Klassen an und aus diesem starken Quartett wurde die Joe-Tochter Sindy von der Bischoff PTR, Neukirchen, zur Siegerin erklärt, ein sehr harmonisches, bestens vorbereitetes Rind. Ihre Herdengefährtin Riana, eine Rossiter Eric-Tochter war eine enorm starke Konkurrenz und sie erhielt den Titel Reservesiegerin. Die weiteren Finalistinnen waren die Shill-Tochter Luna von Friedrich Wilhelm Sippel, Helmscheid, und die Skyline-Tochter Ronja von Dieter Hoffarth, Lohra.

 

Relativ knapp besetzt war dieses Jahr die Klasse der Kühe, hier ging der Siegertitel an die GridTopper-Tochter Essence 67 von Ulrich Heinz, Wehrda, diese enorm leistungsbereite Kuh verfügt über ein sehr gutes Seitenbild und viel Harmonie im Körperbau. Komplett schwarz war der Wettbewerb bei den Schaubullen. Der Siegertitel ging an den Rocky-Sohn Ronaldo, der von dem erstmalig teilnehmenden Zuchtbetrieb Martin und Claudia Holland-Letz, Neustadt, ausgestellt wurde. Damit wurde die Harmonie und Korrektheit dieses Vererbers gewürdigt und der typ- und leistungsstarke Edge-Sohn Etos von Artur Ruppel, Eschenrod, erhielt den Reservesiegerplatz. Zu einem Höhepunkt für die Angus-Züchter wurde dann die Auswahl des Hessen-Champions beim Vergleich aller Schausieger. Die Preisrichter Dr. Josef Dissen und Dr. Walter Reulecke entschieden sich für den schwarzen Ronaldo und die Vorführerin Claudia Holland-Letz konnte ihr Glück kaum fassen: Bei der ersten Teilnahme beim Fleischrindertag in Alsfeld gleich den Grand Champion-Bullen – mehr geht nicht.

 

Bei der anschließenden Auktion wurde zunächst die weibliche Top-Genetik angeboten und ein erstes Highlight war der Verkauf der Siegerkuh Essence 67 von Ulrich Heinz, Wehrda. Dieses hochinteressante Gespann wurde zum gezielten Aufbau einer Herde in Oberhessen erworben. Nicht minder gefragt war die Iron Ore-Tochter Evita von Claus Knacker, Wüstensachsen, der damit eine hochinteressante rote Färse, die auf einen bekannten Kuhstamm der Moncur-Herde von Russell Taylor zurückgeht, anbieten konnte. Dieses bereits tragende Rind stand auf der Wunschliste mehrerer Interessenten und wechselte für 3.800 € an einen aktiven Zuchtbetrieb im Harz. Die interessante Pedigree-Kombination und die hervorragende Entwicklung der Diego-Tochter Britin von der Bischoff PTR, Neukirchen, führten dazu, dass dieses ebenfalls als AA eingetragene Jungrind auf eine starke Nachfrage stieß und ein Interessent aus Sachsen 4.000 € in diese Zukunftsgenetik investierte. Erfolgreich im Verkauf war auch Friedhelm Simon, Bellings, der mit Funny eine Fernando-Tochter aus einem hervorragenden Kuhstamm anbieten konnte, die in einen Zuchtbetrieb nach Westfalen wechselte. Im direkten Anschluss daran kam dann der Siegerbulle der Körung, der Pharaoh-Sohn Portos von Artur Ruppel, Eschenrod, in den Ring. Bei starker Gegenwehr aus mehreren Regionen wurde eine mittelhessische Käufergruppe neuer Besitzer dieses Bullen und investierte 4.700 €. Der mit der gleichen Exterieurbewertung (8-9-8) versehene Reservesieger kam ebenfalls von Artur Ruppel: der Edge-Sohn Efendi fand eine neue Heimat im Freistaat Sachsen. Den Höchstpreis bei der Rasse Angus zahlte jedoch ein Kunde aus Serbien für den AA-Bullen Advantage, einen Admiral-Sohn aus einer hervorragenden Kuhfamilie von Ulrich Heinz in Wehrda. Auf starke Nachfrage stieß auch der leistungsstarke, rumpfige Gulliver-Sohn von der Gries GbR, Laubach, der in den Besitz einer bayerisch/sächsischen Züchtergemeinschaft wechselte. Beim Verkauf erfolgreich war auch Rainer Henz, Moischt, mit zwei hochinteressanten roten Jungbullen, von denen der Pharaoh-Sohn AZH Primax ebenfalls Richtung Sachsen verladen wurde. Weitere züchterische sehr interessante Bullen wurden von Werner Rücklinger, Eschenrod, Karl-Friedrich Flamme, Rhenegge, der Bischoff PTR, Neukirchen, Friedhelm Simon, Bellings, Friedrich Wilhelm Sippel, Korbach, und Matthias Rohleder, Löhlbach, angeboten. Das Angebot an Angus-Bullen wurde komplett für 2.868 € verkauft. Auch dieses Jahr verließen 40 % der Bullen das Zuchtgebiet, ein Zeichen für den konstant gegebenen überregionalen Bedarf nach Angus-Genetik aus Hessen.

 

Grünhaupt, LLH Kassel

Champion über alle Rassen……….Ronaldo, im Besitz von Claudia Holland-Letz……….Herzlichen Glückwunsch !!

Der diesjährige Körsieger……..Portos von und mit Artur Ruppel ………

Die Sieger der Schau……Bischoff PTR , Johannes Bock   und    Ulrich Heinz 

Parade der Altbullen

 

 

 

 

 

Unser neuer Schriftführer


Bei den turnusgemäß stattgefundenen Wahlen an der Jahreshauptversammlung am 07.01.2017 in Hess. Lichtenau wurde Udo Merle zum neuen Schriftführer der IG Angus Hessen gewählt. Der restliche Vorstand ist von der Versammlung in seinem Amt bestätigt worden.
Wir danken dem ausgeschiedenen Schriftführer Martin Schütterle für seine tolle Vorstandsarbeit der vergangenen Jahre und begrüßen Udo Merle ganz herzlich in unserem Vorstandsteam.

 

Staatsehrenpreis für Familie Hoffarth

img-20160812-wa0000

Wir freuen uns mit unserem Mitgliedsbetrieb Eselsmühle, Fam. Hoffarth, Lohra, über die Verleihung des Staatsehrenpreises für erfolgreiche Rinderzucht durch die hessische Landwirtschaftsministerin Priska Hinz

Bilder von der Jubiläumsschau “ 20 Jahre IG Angus Hessen „

Weiter Bilder folgen…………….

Jubiläumsschau 20 Jahre IG Angus Hessen

Das 20 jährige Bestehen der Interessengemeinschaft Angus Hessen war  für den Vorstand Grund genug, am Wochenende 3.-4. September ein Fest mit Züchterabend, Schau und Auktion  durchzuführen.
Die Mühlentalranch von Familie Hofacker in Steinau-Hintersteinau  bot mit ihrem weitläufigen Gelände und einer großen Halle als Austragungsort  beste Bedingungen.

Zum Züchterabend am Samstagabend konnte der Vorsitzende Claus Knacker zahlreiche Gäste, Züchter und Angusfreunde aus Hessen, Deutschland, Serbien, Rumänien, der Schweiz und Schottland begrüßen. Besonderen Dank galt unter anderem Familie Hofacker für die Bereitstellung ihres Betriebsgeländes, Harald Krausmüller von der ZBH, und dem Hessischen Zuchtleiter Jost Grünhaupt für sein unermüdliches Engagement der letzten 20 Jahre.
Der Vorsitzende machte noch einmal deutlich, dass die  Hessische Anguszucht ohne den Einsatz und Weitblick von J. Grünhaupt heute keine Spitzenposition in Deutschland einnehmen würde.
Nach dem Buffet, ließ Martin Henz  als Gründungsmitglied, die letzten 20 Jahre in seiner Festrede noch einmal Revue passieren.
Eine Slide-Show mit Bildern des Vereinslebens und ein Dudelsackspieler, der den Bogen zum Ursprungsland der Rasse Angus, Schottland herstellte, rundeten den Abend ab.
Im Anschluss ließ es sich ein Schweizer Angusfreund nicht nehmen, auf einem Alphorn „Amazing Grace „ zu spielen.


Ein herausragender Erfolg für den Angus-Züchter Karl-Heinz Krach aus Odensachsen. Preisrichter William Mc Larenaus Schottland stellte seine Färse BOW Elli an die Spitze der Jungrindergruppe. Bei der anschließenden Auktion ging Elli für den Höchstpreis des Tages von 4400 € an einen nordhessischen Züchter.
Ein herausragender Erfolg für den Angus-Züchter Karl-Heinz Krach aus Odensachsen. Preisrichter William Mc Larenaus Schottland stellte seine Färse BOW Elli an die Spitze der Jungrindergruppe. Bei der anschließenden Auktion ging Elli für den Höchstpreis des Tages von 4400 € an einen nordhessischen Züchter.


Für die Schau am Sonntag hatten 20 Mitgliedsbetriebe, insgesamt 45 Tiere in den Kategorien Jungrinder, Färsen, Kühe mit Kalb und Bullen aufgetrieben.
Mit besonderem Stolz präsentierte der Vorstand der IG Angus Hessen den Preisrichter zur Schau:
William McLaren jr. von der Netherton Farm in Schottland genießt als Anguszüchter – und Richter international einen hervorragenden Ruf. Seine Beurteilungen, Kommentare und Tipps  wurden von unserem Schriftführer Martin Schütterle hervorragend in die deutsche Sprache übersetzt.
Die Zwei bildeten im Ring ein hervorragendes Team, das es verstand, die zahlreichen Besucher in gekonnter Manier zu Unterhalten.
Als erstes wurden die Jungrinder gerichtet: Hier setzte sich klar das von Karl-Heinz Krach, Odensachsen, sehr interessant gezogene und bestens entwickelte, rote AA-Jungrind BOW Elli als Siegerin durch.
Reservesieger wurde Claus Knacker, Ehrenberg mit der schwarzen Joker-Tochter, Holly.


Der Siegertitel aus der starken Gruppe der tragenden Rinder ging an die excellent vorgestelllte Olli-Tochter Mascha Von Karl-Friedrich Flamme , Rhenegge.

Der Siegertitel aus der starken Gruppe der tragenden Rinder ging an die excellent vorgestelllte Olli-Tochter Mascha
Von Karl-Friedrich Flamme , Rhenegge.


In der größten Gruppe, den Färsen gab es fünf Klassensieger:
Die Bischoff PTR, Neukirchen mit der schwarzen Wikye, Thomas Hofacker mit Harmony, auch in Schwarz, Karl-Friedrich Flamme, Diemelsee mit Mascha,in Rot, Herbert Weiershaeuser mit der roten Praline, und nochmals Thomas Hofacker, mit Betty auch in Rot,  konnten sich die Rosetten für den Klassensieg anhängen.
Die Entscheidung für das Siegertier wurde durch die durchweg sehr gute Qualität der Tiere dem Richter nicht leicht gemacht. Am Ende stand aber Karl-Friedrich Flamme mit Mascha vorne.
Die Reservesiegerschleife ging an den Lokalmatador Thomas Hofacker mit Betty.

In der dritten Richtklasse, den Kühen mit Kalb, wurden drei Klassensiege vergeben.


Die Familie Heinz aus Wehrda freute sich über Auszeichnung „ bestes Tier der Schau „ , die New Year-Tochter Essence , die vom Preisrichter William Mc Laren herausgestellt wurde .

Die Familie Heinz aus Wehrda freute sich über Auszeichnung „ bestes Tier der Schau „ , die New Year-Tochter
Essence , die vom Preisrichter William Mc Laren herausgestellt wurde .


Thomas Wicke aus Felsberg-Wolfershausen konnte gleich mit zwei Kühen punkten:
In der Klasse der älteren Kühe stand die rote Pastor-Tochter Milena vorne. Die Klasse der jungen Kühe gewann die ebenfalls rote Diamand-Tochter Marilla.
Die zweite Klasse gewann Ulrich Heinz,Wehrda, mit der vierjährigen, schwarzen AA  New Year-Tochter , Essence 2 .
William McLaren musste auch bei den Kühen länger überlegen, wer den Siegertitel bekommen sollte, entschied sich dann aber für die in optimaler Schauverfassung stehende Essence 2 von Fam. Heinz .
Reservesieger wurde Thomas Wicke  mit Milena.

Zum Abschluss der Schau wurden sieben Altbullen in zwei Klassen gerichtet. Bei den älteren Bullen ging der Klassensieg an Inge u. Holm Becker, Hommertshausen, mit ihrem vierjährigen, roten Pol ar-Sohn,  AZH Pele. Die zweite Klasse konnte die Bischoff PTR , Neukirchen, mit dem schwarzen AA Bullen Emil, für sich entscheiden.
Die Siegerschärpe bei den Bullen konnten Inge und Holm Becker für ihren hervorragend präsentierten  Pele in Empfang nehmen. Für Familie Becker, zum  Ausklang ihres züchterischen Engagements ,  ein ganz besonderes Erlebniss, das auch mit entsprechendem Applaus honoriert wurde. Pele wurde in der anschließenden Auktion einem bekannten Zuchtbetrieb aus Zwickau-Rottmannsdorf  zugeschlagen.
Reservesieger wurde der von der Bischoff PTR gezogene , El Paso-Sohn , Emil .


Der Siegertitel ging an den von Holm und Inge Becker , Hommertshausen , ausgestellten Pele , der bei der anschließenden Auktion von einem sächsischen Züchter erworben wurde .

Der Siegertitel ging an den von Holm und Inge Becker , Hommertshausen , ausgestellten Pele , der bei der anschließenden Auktion von einem sächsischen Züchter erworben wurde .


Nach der Mittagspause erfreute der Reitlehrer der Mühlentalranch Sancho Stark mit einer atemberaubenden Vorführung auf einem Quarter Horse Hengst.

Die Siegerehrung wurde durch einen weiteren Programmpunkt spontan erweitert.
Von allen Siegertieren wurde die vierjährige AA Kuh Essence 2 von Fam. Heinz,  Wehrda ,durch William McLaren mit einer von ihm mitgebrachten  Schärpe der Aberdeen Angus Cattle Society ,als Over All Champion  gekürt.  Eine Auszeichnung, die es wohl so oft in Hessen nicht mehr geben wird !

Ein weiteres Highlight konnten die Besucher zum Abschluss des Jubiläumsfestes miterleben.
Die von Karl-Heinz Krach gezogene, BOW Elli, eine rote  Ibrahim x Rawburn  Rommel , mit AA Status, wurde nach einem spannenden Bieterduell  für 4400 Euro einem Hessischen Zuchtbetrieb zugeschlagen.

Der Vorstand der IG Angus Hessen bedankt sich bei Allen , die zum Gelingen des Jubiläumsfestes“ 20 Jahre IG Angus Hessen“ beigetragen haben. Besonderen Dank an alle Beschicker, die trotz der Erntetätigkeiten in den vergangenen Wochen Zeit gefunden haben, ihre Tiere in hervorragender Art und Weise für die Schau vorzubereiten.

Claus Knacker , Vorsitzender der IG Angus Hessen

praemierungsliste

Schaukatalog zur Jubiläumsschau

Hier der Schaukatalog zur Jubiläumsschau.

Um zum Schaukatalog zu gelangen einfach auf den unterstrichenen text klicken.

Schaukatalog zur Jubiläumsschau

Hessentag 2016 in Herborn

Auch in diesem Jahr waren wir wieder zusammen mit der IG Galloway auf dem Hessentag vom 20.-29.05.16 mit einem Stand vertreten.
Bei meist schönem Wetter konnten wir viele Besucher über die Vorteile der Rasse Angus informieren und Fragen zu Herkunft, Fleischqualität etc. beantworten.  Der Vorstand der IG Angus Hessen bedankt sich bei allen Mitgliedern, die sich bereit erklärt haben, einen Tag den Stand zu betreuen. Einen besonderen Dank an Karl Ludwig Graiff, der nicht nur die drei Tiere zur Verfügung stellte, sondern auch den Zaun Aufbau übernahm, Futterraufe, Futter, Wasserwanne, Tisch und Bänke etc.zur Verfügung stellte, alles heran- und auch wieder wegschaffte. Karl Ludwig lies es sich auch nicht nehmen, fast jeden Morgen schon vor dem Standdienst vor Ort zu sein, um die Tiere zu versorgen und die Werbebanner aufzubauen. Herzlichen Dank an Familie Graiff für dieses vorbildliche Engagement !

 

IMG-20160528-WA0002

Der 2. Vorsitzende Matthias Rohleder mit den Graiff`s

20160526_130740

IMG-20160528-WA0004

 

IMG-20160528-WA0001

20160526_165631

Ein würdiger Vertreter und guter Werbeträger für unsere Rasse

20160526_102229

Die Werbebanner waren dieses Mal windsicher aufgestellt

20160520_133904

 

Gemeinsam geht es besser: Herr Galloway und Frau Angus = Effizienz, Genuss und Erfolg

Züchterfahrt der IG nach Tschechien

Die Reisegruppe

Die Reisegruppe

 

Am Wochenende 23./24. April unternahm die IG Angus Hessen eine Fahrt in das schöne Egerland, dem an der Grenze zu Deutschland gelegenen Teil Tschechiens.
Am Samstagmorgen gegen 5.00  Uhr startete unser Bus mit 22 -mehr oder weniger ausgeschlafenen- Mitgliedern der IG in Alsfeld, Richtung Osten.
Nach einer ruhigen Fahrt bei regnerischem Wetter und einem Frühstück am Hermsdorfer Kreuz, erreichten wir gegen 10.00 Uhr den ersten von vier betrieben, welche wir bis Sonntagnachmittag Besuchen wollten.

Angus Kopanina in Novy Kostel wird von der aus Deutschland stammenden Fam. Zelinka bewirtschaftet, die vor einigen Jahren mit dem Aufbau ihres Betriebes im Egerland begannen.
Für Herrn Zelinka, der seine landwirtschaftliche Lehre auf dem Betrieb Schuhmacher / Bierhelderhof absolvierte, war es selbstverständlich, mit der Rasse Angus den Neuanfang in Tschechien zu starten.
Heute bewirtschaftet er mit seinen zwei Mitarbeitern ca. 470 ha Land, alles Eigentum auf denen ca. 170 Mutterkühe nebst Nachzucht gehalten werden.
Wir sahen Tiere beider Farbschläge in Reinzucht, aber auch  Charolais-Kreuzungen und Tiere mit Fleckviehblut waren in den Stallungen zu sehen. Bemerkenswert ist, dass bei den Kreuzungsanpaarungen Charolais auf Angus gesetzt wird, entgegengesetzt wie es bei uns zu erwarten wäre. Herr Zelinka verspricht sich dadurch bessere Tiere für den Absetzerverkauf, der bei Angus Kopanina die wichtigste Vermarktungsform darstellt.
Nachdem uns die Betriebsbesichtigung bei kühlem und windigem Wetter doch sehr hungrig gemacht hatte, fuhren wir in das nahe gelegene Hotel „ Am Speicher“ , das ebenfalls der Fam. Zelinka gehört. In diesem sehr geschmackvoll und stilsicher renovierten, alten Hofgut, konnten wir uns von den Vorzügen der Böhmischen Küche überzeugen.
Hier können auch Tagungen und Schulungen mit bis zu 200 Personen durchgeführt werden und  wer sich ein erholsames Wochenende  mit Wellness gönnen möchte, ist hier bestens aufgehoben.
www.hoteluspejcharu.cz
Nach einer bemerkenswerten Fahrt, in der unser Busfahrer wegen gesperrter Straßen die gefühlt halbe Strecke rückwärtsfahren musste, kamen wir in Harbartov / Libnov an, dort wurden wir  von Familie Skaliky mit heißem Tee und leckerem selbstgebackenen empfangen.
Fam. Skaliky hält ca. 200 Mutterkühe beider Farbschläge in ganzjähriger Freilandhaltung.
Die Tiere haben lediglich zum Fressen die Möglichkeit, eine sehr geräumige, neu errichtete Stahlhalle aufzusuchen. Gefüttert wird vorwiegend mit Heu, welches in der sehr hohen Halle mit einem Deckenkran bewegt und eingelagert wird. Die ganze Herde findet auf den angrenzenden sehr weitläufigen Flächen genügend Platz, um den Winter auch ohne aufwendige Stallbauten gut zu überstehen.
Hier konnten wir uns auch von der Qualität der Tiere auf Farma Libnov überzeugen:
Für eine Auktion, die für Ende April auf dem Betrieb vorgesehen ist, wurden uns 20  Jungbullen in Rot und Schwarz, mit zum Teil nordamerikanischen Blutführungen vorgestellt. Die Kälber werden in Tschechien im ersten Jahr dreimal gewogen, bei 120, 210 und 365  Tagen. Bei Geburtsgewichten von 32-38 Kilo brachten die Bullen Zunahmen von  1250 -1550 g. In der sehr ruhigen und harmonischen Bullengruppe wären sicher auch Tiere für den ein oder anderen von uns dabei gewesen.
Die Rinder in einem angrenzenden Auslauf hinterließen ebenfalls einen einwandfreien Eindruck.

k-IMG_4630

Bei Familie Skaliky in Libnov

k-IMG_4636

Die neue Stahlhalle in Libnov

k-IMG_4631

Interessante Bullen wurden für die Hofauktion zurecht gemacht

 

Von Libnov ging es weiter nach Marianske Lazne ( Marienbad ) wo wir unsere Zimmer im Hotel Bohemia bezogen. Die Stadt gilt in Tschechien und über die Landesgrenzen hinaus als architektonische Perle und Schatzkammer der Heilquellen. Nach einem kleinen Stadtrundgang wurde das Buffet geplündert, das tschechische Bier gekostet und die Qualität der Matratzen getestet. Nach dem reichhaltigen Frühstücksbuffet  am nächsten Morgen, kamen wir nach zehnminütiger Fahrt bei Betrieb Nummer 3 unserer Reise an.
Frau Tumova  bewirtschaftet  ganz in der Nähe von Marienbad zusammen mit ihrer Tochter und einem Mitarbeiter einen Grünlandbetrieb auf ca. 650 mtr.ü.NN.
Vor 20 Jahren stellte die Familie von Hereford auf Angus um und setzt seit dem bei den Deckbullen  stark auf nordamerikanische Genetik.
Pferde und Schafe ergänzen die Betriebsstruktur.
Auf den ca. 120 ha, die fast vollständig arrondiert in einem Naturschutzgebiet liegen, werden ca. 100 Aberdeen Angus Herdbuchtiere ganzjährig ohne Unterstände im Freiland gehalten.
Die Hauptkalbesaison liegt im Februar/März. Der Zuchtviehverkauf stellt den hauptsächlichen Vermarktungsweg dar.
Trotz dieser, für unsere Verhältnisse recht harten Bedingungen für die Tiere, sahen wir eine sehr gesund wirkende Herde mit gut entwickelten Kälbern. Sicher trägt die gute Grünlandpflege auf dem Betrieb Tumova mit regelmäßiger Nachsaat und entsprechend hochwertigem Grundfutter zu guten und gesunden Tieren mit bei.
Der an dem Deutschen Zuchtgeschehen sehr interessierten Betriebsleiterin wünschen wir für den weiteren Ausbau ihrer Herde alles Gute.

k-IMG_4643

Bei Familie Tumova

k-IMG_4644

Der zweite Vorsitzende war sehr zufrieden

k-IMG_4640

Züchterische Kontakte auf hohem Niveau

k-IMG_4637

Frau Tomova mit Mitarbeiter und Tochter. Rechts unser Reiseführer vom Tschechischen Fleischrinderverband: Kamil Malat.

 

Auf dem Weg zu unserem letzten Betrieb machten wir an einer ehemaligen Silbermine halt, die in ihrem Minenlabyrinth inzwischen einen urigen Gasthof beherbergt.

Nach einem guten Mittagstisch ging es weiter zu dem Betrieb von Herrn Valenta, den wir nach ca. 30 minütiger Fahrt gen Osten erreichten.
Auf dem 470 ha großen und auf einer Höhe von 450 mtr.ü.NN  liegende  Biobetrieb werden ca. 100 Mutterkühe gehalten. 50 % davon sind AA-Herdbuchtiere, die andere Hälfte Kreuzungen mit verschiedenen Rassen.
Die HB-Kühe werden Bullen verschiedener Genetik zugeführt und die KB sowie ET spielt für Herrn Valenta, der einen Mitarbeiter beschäftigt, auch eine wichtige Rolle. So führen einige seiner Kälber das Blut der bei uns bekannten KB-Bullen Iron Ore und Barthel DM.
Auch auf diesem Betrieb werden die Kälber im Februar/März geboren, eine ganzjährige Freilandhaltung ist selbstverständlich.
Auf einem Teil der ca. 120 ha Ackerland  des Betriebes wird zudem noch Kümmel angebaut.

k-IMG_4650

Auf dem Betrieb Valenta

 

Nach diesem vierten und letzten Betrieb unserer kleinen „Westtschechienrundfahrt“ traten wir den Heimweg an und erreichten gegen 20.00 Uhr wohlbehalten Alsfeld.

Aberdeen Angus haben in Tschechien unter den Fleischrindern einen Anteil von knapp 20 %  und liegen damit hinter Charolais mit 37 % an zweiter Stelle.
Der Absetzerverkauf ist die hauptsächliche Vermarktungsform und mit der Direktvermarktung wird hier und da ein Anfang gemacht.
38% der Fleischrinder werden  biologisch gehalten und  Angus zählt hier zu den extensiven Rassen.
Das dies so ist, konnten wir auf den meisten Betrieben hautnah erleben. Die Fütterung erfolgt meist nur mit Heu und Silage. Ackerfrüchte spielen eine untergeordnete Rolle und die ganzjährige Freilandhaltung ist weitverbreitet.

Mein Fazit der Reise lautet:
Hier wird erfolgreich mit möglichst wenig Aufwand in Sachen Fütterung, Stallungen und Maschineneinsatz Mutterkuhhaltung betrieben.
Dass dieses Ziel mit „unserer“ Rasse gut umzusetzen ist, wussten wir schon vorher.
Nur wird meiner Meinung nach bei uns in manchen Betrieben und einigen Bereichen Angus zu „intensiv“ gehalten.
Dadurch besteht die Gefahr, dass wir positive Eigenschaften der Rasse förmlich „wegzüchten“.

Wir bedanken uns bei unserem Reiseleiter Kamil Malat vom tschechischen Fleischrinderverband, der uns zu den Betrieben begleitete und uns die tschechische Sprache ins Englische übersetzte.
Weiterhin bedanken wir uns auch bei Martin Schütterle, der die Reise in erster Linie organisierte und das von Herrn Malat übersezte Englisch für uns wiederum in die deutsche Sprache transformierte.
Danke auch an unseren Busfahrer, der uns sowohl vorwärts als auch rückwärtsfahrend, immer sicher an unser Ziel gebracht hat.

Claus Knacker

Best Of 2016 in Groß Kreuz

Hyazinte mit Martin Henz

 

Die Polar-Tochter Hyazinte von Rainer Henz gewann die Angus Konkurrenz bei Best Of 2016 in Groß Kreuz. Damit gelang dem Betrieb Henz die Wiederholung des Erfolgs vom Vorjahr. Ebenfalls erfolgreich war beim Verkauf die Staatsdomäne Beberbeck mit interessanten Rindern in Schwarz

Fleischrindertag 2016 in Alsfeld

k-Bild FRT 2016

Angus-Bullen in allerbester Qualität boten die Züchter an, die komplett verkauft wurden. Vorn der Sieger, ein New Design-Sohn von Thomas Hofacker, Hintersteinau, der in Hessen blieb.

 

Schaubericht Angus

Die Konkurrenz bei der Rasse Angus fing mit zwei qualitativ gut besetzten Rindergruppen an und der erste 1a-Platz ging an Hyazinte, eine Polar-Tochter von Rainer Henz, Moischt, die mit ihrer Harmonie, Breite und dem sehr guten Muskelansatz die meisten Trümpfe auf der Hand hatte und ihr folgte Monas Lisa, eine sehr wüchsige, mit viel Tiefe ausgestattete Silvano-Tochter von Friedrich Wilhelm Sippel, Helmscheid.
Die Favoritin in der zweiten Gruppe war die sehr harmonische, edle Franko-Tochter Eda von Josef Harbecke, Korbach, gefolgt von Wikje, einer wüchsigen mit viel Entwicklungsfähigkeit ausgestatteten DesignPlus-Tochter der Bischoff PTR, Neukirchen.
Die Siegerentscheidung fiel dann zugunsten von Hyazinte, die sich absolut komplett präsentierte und der edle Ausdruck und die Harmonie von Eda wurden mit dem Reservesiegertitel belohnt.
Beim Vergleich der Anguskühe traten vier im Wettbewerb miteinander an und der Siegertitel wurde hier an Maxima, eine sehr harmonische schwarze Rocky-Tochter von Dieter Hoffarth, Lohra, vergeben, deren sehr gutes Kalb ausdrücklich gewürdigt wurde und aus dem Trio sehr guter Angusbullen wählte Torsten Kirstein den von der Besitzergemeinschaft Bischoff PTR, Neukirchen, und Ulrich Heinz, Wehrda, ausgestellten Admiral aus, dessen Vorzüge ganz eindeutig im Rassetyp und der ausgeprägten Harmonie im Körperbau liegen.

 

Auktionsbericht Angus

Mit einer sehr breiten Spitzengruppe in schwarz und rot warteten die hessischen Angus-Züchter dieses Jahr auf. Durchweg waren sie sehr leistungssicher ausgewiesen und mit einer Vielfalt an interessanten Pedigree-Kombinationen ausgestattet, so dass die unterschiedlichsten Ansprüche des Marktes sehr gut bedient werden konnten.
Den Körsieger stellte Thomas Hofacker, Hintersteinau, einen sehr typstarken Sohn des Spitzenvererbers New Design mit bester Leistungsfähigkeit, den sich eine nordhessische Zuchtgemeinschaft sicherte.
Ein Halbbruder mit ebenfalls absolut erstklassiger Gesamtqualität wechselte in einen niedersächsischen Zuchtbetrieb.
Den Tageshöchstpreis von 4.400,- € erreichten zwei Bullen; der hochveranlagte, sehr leistungsstarke Iron Ore-Sohn von Artur Ruppel, Eschenrod, ging an eine bekannte Adresse nach Nordhessen und ein Züchter aus Baden-Württemberg erhielt den Zuschlag für den Time On B7-Sohn aus einer Spitzenkuh von Ulrich Heinz, Wehrda. Weiterhin sehr gefragt war ein bestens entwickelter roter Bulle mit einem interessanten Aberdeen-Angus-Pedigree von Friedrich Wilhelm Sippel, Helmscheid, den sich eine aktive Züchtergemeinschaft aus dem Vogelsberg nicht entgehen ließ. Eine große Gruppe hervorragender Bullen wurde von den Zuchtbetrieben Rainer Henz, Moischt, Bischoff PTR, Neukirchen, Dieter Hoffarth, Lohra, Karl-Friedrich Flamme, Rhenegge, Friedhelm Simon, Bellings, Gries GbR, Laubach, und Marc u. Holger Born, Dodenau, angeboten, die durchweg sehr zügig an neue Besitzer aus dem Zucht- und Produktionsbereich zugeschlagen wurden.
Die komplett verkaufte Kollektion erreichte einen Durchschnittspreis von 3.205,- € und ging zur Hälfte an auswärtige Kunden, zwei sogar an einen Kunden aus Rumänien.

Grünhaupt, LLH Kassel

 

 

 

Internationale Grüne Woche Berlin

Starker Auftritt in Berlin

Zum zweiten Mal nach drei Jahren Abstand veranstalteten die deutschen Anguszüchter auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin ihre Jungtierschau vor großem Publikum.
Auf dieser weltweit führenden Verbrauchermesse werden hervorragende Möglichkeiten für die Durchführung dieser Veranstaltung geboten und gleichzeitig enorm viele Konsumenten erreicht. Grund genug, an diesen Standort zurückzukehren.
Trotz der terminlichen Nähe zum Alsfelder Fleischrindertag beteiligten sich sieben hessische Anguszüchter an dem Wettbewerb und machten starke Werbung für „Angus made in Hessen“.

Bei den ältesten Färsen stellte Preisrichter Dr. Josef Dissen die von Herbert Weiershäuser, Sterzhausen, ausgestellte Svenson-Tochter Rita, ein sehr harmonisches und korrektes Rind, auf den 1b-Platz und auch die von Werner Rücklinger, Eschenrod, präsentierte Red Gonzo-Tochter Elen überzeugte durch ihre Entwicklung und Breite auf dem gleichen Platz. Im nächsten Ring trat Rainer Henz, Moischt, mit der Barndance-Tochter Ballerina im Wettbewerb an und diese Färse imponierte mit ihrer enormen körperlichen Präsenz und gehörte wiederum zur Spitzengruppe der Klasse (1b).
Eine absolute Dominanz war dann im nächsten Ring festzustellen, wo drei rote Spitzenrinder aus Hessen die Plätze unter sich ausmachten.
Nicht nur ihre körperliche Überlegenheit, sondern auch die Harmonie und der hervorragende Typ sorgten dafür, dass kein Weg am 1a-Platz für die Barndance-Tochter Baronesse von Rainer Henz vorbei ging. Ihr folgte mit Mascha eine von Karl-Friedrich Flamme, Rhenegge, ausgestellte Olli-Tochter, die speziell durch ihre Harmonie und das vorzügliche Fundament zu gefallen wusste.

Als Dritte in dieser sehr starken Spitzengruppe folgte die aus dem Betrieb von Dieter Hoffarth, Lohra, stammende Ozzo-Tochter Mercedes, ein sehr gut entwickeltes Rind mit viel Potential. Auch die beiden weiteren hessischen Rinder, die Silvano-Tochter Rama von Friedrich Wilhelm Sippel, Helmscheid, und die Edge-Tochter Laura von Artur Ruppel, Eschenrod, wurden von ihren Züchtern bestens präsentiert und im Mittelfeld der Gruppe eingeordnet.
Als es um die Vergabe der Schärpe der Siegerin ging, war vielen Beteiligten klar, dass die Barndance-Tochter Baronesse hier ein wichtiges Wort mitsprechen würde und so kam es dann auch. In enger Konkurrenz zum Siegerrind erhielt Rainer Henz für dieses Zukunftstier die Schärpe der Reservesiegerin zugewiesen. Ein herausragender Erfolg für diesen seit Jahrzehnten aktiven Zuchtbetrieb.

Doch auch die Jungzüchter bekamen die Plattform in der Messehalle in Berlin für einen Vorführwettbewerb geboten und Markus Sippel aus Helmscheid zeigte von Anfang an eine sehr konzentrierte Präsentation mit seiner Färse Rama. Bei den hohen Maßstäben, die das Preisrichterduo aus Niedersachsen verlangte, konnte sich Markus Sippel gegen die gesamte Konkurrenz durchsetzen und gewann den 1a-Preis bei der Bundesschau in Berlin. Mit diesem hervorragenden Gesamtabschneiden zeigten die hessischen Anguszüchter ein weiteres Mal, welchen Stellenwert sie im nationalen Vergleich innehaben und das die züchterische Weiterentwicklung dieser wichtigen Fleischrinderrasse in Hessen großgeschrieben wird.

Grünhaupt, LLH Kassel

 

Flamme IGW 2016

Karl Flamme  mit Mascha

 

IGWB_2016_3

Markus Sippel , Sieger Jungzüchter

IGWB_2016_1

Rainer Henz mit Baronesse AA

IGWB_2016_2

Unsere Hessischen Züchter auf der IGW Berlin 2016 von Links: Artur Ruppel, Werner Rücklinger, Dieter Hoffarth, Herbert Weiershäuser, Rainer Henz, Martin Henz, Friedrich Sippel, Markus Sippel, Karl-Friedrich Flamme, Felix Hoffarth

Angus-Jungzüchter mit starker Leistung beim Jungzüchtertag 2015 in Alsfeld

DSC_3802

 

Die Gruppe „Angus macht aus Gras das Geld“ gewann beim Jungzüchtertag in Alsfeld bei starker Konkurenz aus dem HF und Fleckviehbereich den Reserve-Siegertitel bei der Konkurenz der Gruppen.

DSC_3813

Das Team Florian und Dominik Emde, Steffen Harbecke zeigt sich ebenfalls sehr gut im Ring.

DSC_3983

Michael Wicke gewann in Alsfeld den Vorführwettbewerb und seine Färse Mariella wurde von Pierre Dabow zum besten Typrind der Schau ausgewählt.

Wir Gratulieren allen Jungzüchtern zur erfolgreichen Teilnahme am Jungzüchtertag 2015 in Alsfeld.

Die IG auf dem Hessentag 2015 in Hofgeismar

 

Die IG Deutsche Angus Hessen nahm in diesem Jahr erstmalig an einem Hessentag teil, der vom 29. Mai bis 7. Juni in Hofgeismar abgehalten wurde.

Zusammen mit der IG Galloway, die schon auf jahrelange Erfahrung mit Hessentagsbesuchen zurückblicken kann, hatten wir einen gemeinsamen Stand, mit jeweils einer Kuh mit Kalb von jeder Rasse. Unsere Tiere wurden von der Staatsdomäne Beberbeck/Hofgeismar gestellt. Ebenso das Zaunmaterial, die Futterraufe nebst Futter, und natürlich die entsprechende „Manpower“. Unser Dank gilt dem Team B. Köhling/M.Zeller von der Staatsdomäne, für das Einrichten des Standes und den Auftrieb der Tiere.

Danke auch an die vielen IG Mitglieder, die sich bereit erklärten, einen jeweils eintägigen Standdienst zu verrichten. Wir hatten an jedem der zehn Tage des Hessentages ein anderes , motiviertes Team, das den Besuchern qualifiziert Rede und Antwort stehen konnte. Die meisten Besucher interessierten sich für Adressen/Betriebe die ihr Fleisch direkt Vermarkten, aber auch nach Zuchttieren wurde gefragt.

Unsere eigens für den Hessentag angefertigten Werbebanner erwiesen sich als echte “ Eyecatcher“. Das ansprechende Design und die teilweise aussergewöhnlichen Schlagworte zogen das Publikum recht zahlreich an unseren Stand, und regten zu weiteren Fragen an.

Da über den gesamten Verlauf des 10 Tage dauernden Hessentages alles in allem das Wetter gute Voraussetzungen für diese „Open Air“ Veranstaltung bot, können wir als IG Deutsche Angus Hessen sehr zufrieden mit unserer ersten Teilnahme sein. Sicher werden wir auch in den nächsten Jahren noch Hessentage als Werbeplattform für unsere Rasse nutzen.

 

Hessentag 2015 I Sippel 4

Unsere Stars : die Kuh Berndadette von Beberbeck mit ihrem Bullenkalb Michael

 

Hessentag 2015 I Sippel 2

Kundengespräche

 

Hessentag 2015 I Sippel 7

viele Familien interessierten sich für unsere Tiere

 

Hessentag 2015 I Sippel 5

gutes Wetter – gute Laune

 

Hessentag 2015 MR3

die neuen Banner waren ein Blickfang

 

Hessentag 2015 KHK 1-1

befreundete IG´s auf großer Werbetour

 

Hessentag 2015 KHK 66

 

tierisches Interesse auf beiden Seiten

 

Hessentag 2015 KHK 22

wir freuen uns über eine Erfolgreiche Teilnahme am Hessentag 2015 in Hofgeismar

 

 

Bilder von der ZBH Rasseveranstaltung bei Gebr. Merle Rauschenberg

 

ZBH Juni 2015 002 Merle

Alle da ?

 

ZBH Juni 2015 004

Der Chef stellt seine Herde vor….

 

 

?                                                                   ZBH Juni 2015 003 Merle

………wir sahen…….

 

 

ZBH Juni 2015 006 Merle Rauschenberg

 

……..schöne Tiere…………..

ZBH Juni 2015 005 Merle

…..alle in Rot…….

ZBH Juni 2015 010 Merle

.                                                         ………freundliche Gastgeber in anderen Farben.

Danke für die Gastfreundschaft und tolle Bewirtung !

Kreistierschau Waldeck-Frankenberg

 

Alle fünf Jahre wird die traditionelle Pfingstmarkt-Tierschau als Kreistierschau ausgerichtet.

Mit 80 Rindern, 70 Pferden, 120 Schafen und 70 Ziegen von Züchtern aus Waldeck Frankenberg zählt sie zu den größten in Hessen.

Namhafte Preisrichter aus dem gesamten Bundesgebiet nahmen die Bewertung vor und stellten das hohe Niveau der Tierzucht im Landkreis fest.

Bei dieser bestens organisierten Veranstaltung mit großem Zuschauerinteresse hatten die Anguszüchter  2 rote und 2 schwarze Färsen mitgebracht um Werbung für unsere Rasse zu machen.

Erstmal kam eine Angusfärsenrichtklasse zustande.
Anne Menrath vom BDF hatte die Aufgabe diese kleine aber feine Kollektion zu rangieren.

Bei diesen 4 bestens vorbereiteten Färsen war dies sichtlich keine leichte Aufgabe.

Den 1d Platz belegte die Färse “ Geli” aus der Zuchtstätte der Familie Haschlar aus Löhlbach.

Diese lackschwarze Färse zeigte eine tolle Bemuskelung .

Der 1c Platz wurde der Färse “Veilchen” aus der Zucht von Kurt Emde jun. aus Korbach zugeprochen.

Vorführer Domenik Emde hatte seine tolle, korrekte Färse sicher im Griff wie bei den Jungzüchtertagen im November des vergangenen Jahres.

Die 1b Platzierung sicherte sich die Zuchstätte Sippel aus Korbach – Helmscheid.

Ihre rote Färse” Amrei” wartete mit sehr viel femininer Ausstrahlung , tollen Übergängen und feinem Fundament auf.

Den 1a Platz belegte die Färse “Alida” der Familie Rohleder aus Löhlbach.

Diese mittelrahmige Färse zeigte eine starke Entwicklung mit sehr schönem Seitenbild.

Anne Menrath hat mit Ihrer sachkundigen Erläuterung  dazu beigetragen den interessierten Besuchern die Anguszucht näher zubringen . Vielen Dank dafür !

Mit der Hoffnung auf eine Wiederholung bei  bestem Wetter.

M. Rohleder

Tierschau FKB 2015 017

M.Rohleder mit Alida

Tierschau FKB 2015 016

 

Rohleder-Sippel-Emde-Haschlar

Hessisches Siegerind bei BestOf 2015

Im brandenburgischen Vermarktungszentrum Groß Kreutz fand Mitte April 
die 7. Auflage von Best Of statt , bei der dieses Mal 12 Angus-Rinder im 
Angebot waren. Zum Sieger aus den drei 1a-platzierten Kandidatinnen wurde die von Martin und Rainer Henz, Moischt ,
angebotene Polar-Tochter Monalisa ausgewählt , die durch ihre 
Harmonie , hervorragende Entwicklung und Korrektheit bestach. Nach einem 
intensiven Bieterduell ging sie in den Besitz einer bekannten 
Zuchtstätte aus der Altmark über , die 4100 € investierte.

Monalisa Groß Krez 2015

 Auch das zweite hessische Rind , die sehr gefällige Svenson-Tochter Hessin von 
Herbert Weiershäuser , Sterzhausen, war sehr gefragt und steht jetzt in 
Norddeutschland . Bei guter Nachfrage für tragende Rinder , die nicht 
komplett gedeckt wurde , ergab sich ein mittlerer Preis von 2091 €. 
Insbesonder für die beiden hessischen Beschicker haben sich 
zusätzlichen Aufwendungen , die durch vorherige Quarantäne notwendig 
waren , auf jeden Fall gelohnt.

H. Weiershäuser groß krez 2015

Starke Angus-Kollektion beim Fleischrindertag in Alsfeld

Wie jedes Jahr beteiligten sich die Anguszüchter sehr aktiv beim Fleischrindertag in Alsfeld und stellten nicht nur eine sehr gut vorselektierte Gruppe an Jungbullen vor, sondern waren auch im Schaubereich absolut aktiv.

Das Bullenangebot bestand auch dieses Jahr aus einer sehr breiten Palette an unterschiedlichen Pedigrees, durchweg hervorragende Leistungsdaten, passende Zuchtwerte und abgesicherte Mutterlinien. Der Spitzenbulle der Körung stammt dieses Jahr aus dem Zuchtbetrieb von Artur Ruppel, Eschenrod, der einen im Erscheinungsbild herausragenden Iron Ore-Sohn vorstellte und auch in den Leistungsdaten fehlerfrei war. Nach einem intensiven Bieterduell wechselte der Bulle zum Tageshöchstpreis von 5.200,- € an einen nordhessischen Zuchtbetrieb. Auf dem Reservesiegerplatz stand der sehr harmonische, typvolle Fully Louded x Limited Edition 1070 gezogene Bulle von Ulrich Heinz, Wehrda, den sich ein Züchter aus Baden-Württemberg sicherte. Stark umworben war auch ein sehr leistungsstarker, schwarzer Gildo-Sohn mit einem top Exterieur versehen, den ein weiterer nordhessischer Betrieb erwarb. Ebenfalls in Hessen blieb ein sehr junger, roter AA-Bulle aus der Kombination Red Gonzo x Svenson mit bester Entwicklung, ebenfalls von Artur Ruppel. Ein weiterer sehr leistungsstarker, typvoller Elano-Sohn von Thomas Hofacker, Steinau, blieb in Hessen. Zu den weiteren erfolgreichen Verkäufern zählten Rainer Henz, Moischt, Friedhelm Simon, Bellings, Dieter Hoffarth, Lohra; mehrere dieser Bullen gingen dabei an außerhessische Interessenten, die offensichtlich leistungssichere, interessante Genetik suchten. Bei einem Durchschnittspreis von 2.800,- € wurde die Kollektion nicht komplett verkauft.

Gut gefragt waren die beiden Färsen: Die enorm entwickelte, sehr interessant gezogene Edge-Tochter Cara von Claus Knacker, Wüstensachsen, erwarb ein Zuchtbetrieb aus dem Harz und die sehr typvolle von Ulrich Heinz, Mittenhof, vorbereitete Ricochet-Tochter Erinda ging nach Bayern.

Das Schaukontingent erfasste dieses Jahr zwei sehr gut vorbereitete Färsengruppen und an der Spitze der ersten Kategorie stand die breite, tiefe, sehr ausgeglichene Glenno-Tochter Alida von Matthias Rohleder, Löhlbach. Auf 1b folgte die Verkaufsfärse Erinda aus dem Betrieb Ulrich Heinz. Bei der nächsten Färsengruppe entschied sich Armon Fliri für die äußerst typvolle, schicke Franko-Tochter Emma von Josef Harbecke, Korbach, und vergab den 1b-Platz an die Umberto M-Tochter Fabienn von Friedhelm Simon, Bellings. Die Entscheidung um Sieg und Reservesieg machten dann die beiden Klassensiegerinnen unter sich aus und die absoluten Vorzüge in Harmonie von Emma gaben dann den Ausschlag für den Siegertitel, den der Zuchtbetrieb Josef Harbecke damit erstmalig errang. Alida folgte als Reservesiegerin. Beim Richten der Kühe ging der erste Klassensieg an die Elixir 100-Tochter Fiona der Bischoff PTR in Neukirchen, da diese Kuh durch ihre Vorzüge in Typ, Breite und Tiefe den Vorzug erhielt. Bei den jüngeren Kühen stand die im Seitenbild besonders auffällige Gustel-Tochter Daysi von Karl-Friedrich Flamme, Rhenegge, an der Spitze und beim Vergleich dieser beiden Kühe fiel die Entscheidung zugunsten der jüngeren Daysi, die die Vererbungsqualität des Vaters sehr deutlich zum Ausdruck brachte. Fiona wurde Reservesiegerin und den Ehrenpreis für die Kuh mit der besten Fruchtbarkeit in der 3-Generationenfolge ging an die von Rainer Henz ausgestellte Mozart-Tochter Milva, die mit ihrer Mutter und Großmutter zusammen 33 Kälber nachweisen kann.

Zum Abschluss wurden die Bullen vorgestellt und hier stand zum Schluss der von Herbert Weiershäuser, Sterzhausen, ausgestellte Red Peril-Sohn Petro an der Spitze, ein sehr typvoller, harmonischer, bestens vorbereiteter Vererber. Der neu gegründete Jungzüchterclub für die hessische Fleischrinderzucht nutzte die Plattform und stellte sich dem breiten Publikum vor und viele Besucher nahmen das Angebot an und erwarben Lose, um mögliche neue Besitzer des Angus-Jungrindes, einer United-Tochter von der Staatsdomäne Beberbeck, zu werden. Vor der Siegerehrung nahmen Michael Wicke, Wolfershausen, und Anna Knauf, Christerode, die Verlosung vor und der Absetzer wurde seinem neuen Besitzer aus dem Vogelsberg übergeben.

Grünhaupt, LLH Kassel

_wsb_533x352_DSC_2377

Der beste Angus-Bulle wurde mit Petro von Herbert Weiershäuser , Sterzhausen, vorgestellt.

_wsb_533x352_DSC_2387

Der neugegründete Jungzüchterclub für die hessiche Fleischrinderzucht hatte seinen ersten Auftritt und verloste ein Angus-Jungrind aus dem Zuchtbetrieb Beberbeck , dass jetzt eine neue Heimat im Vogelsberg hat.

_wsb_533x352_DSC_2338

Der Siegertitel bei den Angus-Kühen wurde von Armon Flieri an die Gustel-Tochter Daysi von Karl Friedrich Flamme vergeben.

_wsb_533x352_DSC_2294

Steffen Harbecke , Korbach, mit der Siegerfärse Emma von Franko.

_wsb_533x352_DSC_2289

Die Endrunde bei der Konkurrenz der Färsen mit der Siegerin Emma ( V. Franko) von Josef Harbecke , Korbach. Zur Reservesiegerin wurde die Glenno-Tochter Alida von Matthias Rohleder, Löhlbach, erklärt.

_wsb_533x352_DSC_2210

Die besten Bullen der Körung in Alsfeld 2015 , an der Spitze der herausragende Iron Ore-Sohn Omar von Artur Ruppel, Eschenrod, der in den Besitz eines Zuchtbetriebes in Nordhessen wechselte.

Der neue Vorstand stellt sich vor

_wsb_533x353_DSC_2179

von Links: Martin Schütterle,Schriftführer Thomas Wicke, Kassierer
Claus Knacker, 1. Vorsitzender Rainer Henz, Beisitzer
Matthias Rohleder, 2.Vorsitzender Dieter Hoffarth ,Beisitzer

Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit !

Jungzüchterclub-Fleischrinder-Hessen

Am 29.12.2014 fand die Gründungsversammlung für den „Jungzüchterclub-Fleischrinder-Hessen“ statt. Trotz des schlechten Wetters waren 17 junge Leute der Einladung gefolgt, um an der Gründungsversammlung teilzunehmen. Nach der Eröffnung und Vorstellung der Ziele und Aufgaben des Clubs wurden Einblicke in die Satzung gewährt und diese einstimmig verabschiedet. Hiernach ging man zu den Vorstandswahlen über. Nach einer Vorstellungsrunde der Kandidaten wurden die Posten wie folgt gewählt:

Vorsitzende: Anna Knauff, Neukirchen-Christerode; einstimmig
stellv. Vorsitzender: Michael Wicke, Felsberg- Wolfershausen; einstimmig
Kassenwart: Martin Bierwirth, Ottrau- Weissenborn; einstimmig
Schriftführer: Niklas Sölzer, Gudensberg; einstimmig
Beisitzer: Johannes Bock, Eiterfeld- Buchenau; einstimmig
Beisitzer: Markus Sippel, Korbach- Helmscheid; einstimmig (fehlte entschuldigt)

Nach der Vorstandswahl wurden noch die Kassenprüfer gewählt diese Posten gingen an:
Jonas Lomp und Phillip Schneider; einstimmig
sowie zum stellv. Kassenprüfer Johannes Rabenau; einstimmig

Wir möchten uns auf diesem Wege auch noch einmal bei allen Anwesenden und allen Mitgliedern für die Unterstützung bedanken. Sowie bei der Zucht- und Besamungsunion Hessen und den IGs der einzelnen Rassen, welche die Einladung veröffentlicht haben.
Bei Interesse an einer Mitgliedschaft oder Fragen zu den geplanten Veranstaltungen besuchen sie unsere Homepage unter www.jungzuechter-fleischrinder.de

Mit freundlichen Grüßen
Der Vorstand

Hessischer Fleischrindertag 2015

Der Hessische Fleischrindertag findet am 30. und 31. Januar in Alsfeld statt.

Gemeldet sind 29 Bullen, 13 schwarz, 16 rot, 4 Bullen haben Aberdeen Status.
Bei den 13 schwarzen Bullen sind 5 mit Rotfaktor.
Die 29 Bullen stammen von 23 verschiedenen Vätern von denen wiederum 7 internationale Besamumgsbullen sind. 23 der gemeldeten Bullen haben Biostatus. Die RZF Werte liegen zwischen 100 und 117 mit einem Durchschnitt von 108. Alle Bullenmütter haben eine Typnote von 7 oder 8. In der Summe der Merkmale liegen die Bullenmütter zwischen 20 und 24 Punkten.
In der Sonderkollektion sind eine rote Aberdeen Anguskuh (aus ET) mit Bullenkalb bei Fuß, eine schwarze tragende Aberdeen Angusfärse, eine tragende Angusfärse (Vater Edge) besamt mit gesextem Sperma von MR. Rader und ein Jungrind von Foundation.
Alle weiblichen Tiere haben Biostatus.
Die Angus Verkaufstiere sind alle Myostatin negativ untersucht oder aber die Eltern negativ.
Der Auktionskatalog und weitere Infos sind online unter www.zbh.de einzusehen.
Die Pedigree’s der weiblichen Verkaufstiere werden in der 2. Januarwoche unter derselben Adresse veröffentlicht.
Die Beschicker der Interessengemeinschaft Deutsche Angus Hessen freuen sich auf Ihr Kommen.

_wsb_533x354_Fleisch.-tag+2008+027

Einladung zur Gründungsversammelung für den Jungzüchterclub Fleischrinder Hessen am 29.12.2014 in Alsfeld

Um die Kräfte der hessischen Fleischrinderjungzüchter zu bündeln, hat sich eine kleine Gruppe zusammen getan, um Ideen zu sammeln und schlussendlich in die Tat umzusetzen. Unsere Ziele sind, die heimischen Jungzüchter gemeinsam zu schulen, auf Wettbewerbe vorzubereiten und ein beisammen sein aller Interessierten zu ermöglichen. Dazu möchten wir Euch recht herzlich einladen, mit uns zusammen den „Jungzüchterclub Fleischrinder Hessen“ zu gründen.
Hierzu möchten wir uns alle am Montag den 29.12.2014 um 18 Uhr im Gasthof „Zur Schmiede“ in Alsfeld- Eudorf treffen.
Dabei wollen wir folgende Tagesordnungspunkte durchgehen:

1. Eröffnung und Begrüßung
2. Vorstellung und Verabschiedung der Satzung
3. Wahl des Vorstandes
4. Wahl der Kassenprüfer
5. Fleischrindertag
6. Planung der Veranstaltung des kommenden Jahres
7. Verschiedenes

Über ein zahlreiches Erscheinen würden wir uns sehr freuen und verbleiben mit freundlichen Grüßen, euer Planungsteam in Vertretung

Anna Knauff
Tel. 017684537653
Email: Anna.knauff@web.de

Tag der Züchterjugend – Bundeswettbewerb Fleischrinder 2014 Alsfeld

Am Bundeswettbewerb der Fleischrinder nahmen 8 hessische Angus Jungzüchter teil.

_wsb_533x399_SAM_1221

Die Jungzüchter traten in 3 Wettbewerben an:
– Linerare Beschreibung von  2 Rindern
– Rangierung einer Gruppe von 5 Rindern
– Vorführen eines Rindes

Dabei wurden folgende Ergebnisse erzielt:
2. Platz bei der linearen Beschreibung der älteren Teilnehmer ging an
Kevin Damm.
2. Platz bei der Rangierung der jüngeren Teilnehmer ging an Michael Wicke
Bei den älteren Teilnehmern wurden folgende Ergebnisse erzielt:
2. Platz ging an Niklas Sölzer
3. Platz ging an Dominik Emde, Markus Sippel und Anna Knauff

Bei den Vorführwettbewerben wurden folgende Ergebnisse erzielt:
Vorführwettbewerb Klasse 4 jüngere Vorführer
1b Platz für Florian Emde

_wsb_533x399_SAM_1197

Vorführwettbewerb Klasse 1 ältere Vorführer
1a Platz für Michael Wicke und auch
Bundessieger der älteren Vorführer

_wsb_533x352_DSC_2031

Vorführwettbewerb Klasse 2 ältere Vorführer
1c Platz für Steffen Harbecke

_wsb_533x399_SAM_1184

Vorführwettbewerb Klasse 3 ältere Vorführer
1a Platz für Dominik Emde
1c Platz für Markus Sippel
1d Platz für Niklas Sölzer

_wsb_533x352_DSC_1988

Vorführwettbewerb Klasse 4 ältere Teilnehmer
1c Platz für Anna Knauff
1d Platz für Kevin Damm

_wsb_533x355_DSC_1700

Gruppenwettbewerb Klasse 1 Angus (Black is beautiful)
1c Platz für Florian Emde, Dominik Emde, Steffen Harbecke, Kevin Damm

_wsb_533x352_DSC_2057

Gruppenwettbewerb Klasse 2 Angus (Waldecker Herzbuben)
1a Platz und damit auch Bundessieger Florian Emde, Michael Wicke, Markus Sippel, Niklas Sölzer

DSC_2088

_wsb_533x352_DSC_2043

Lehrgang Klauenpflege an der Uni Gießen

Funktionelle Klauenpflege beim Rind, wie kann ich das in meinem Betrieb durchführen? Diese Frage stellen sich viele Betriebsleiter. Darum hat sich unsere Interessengemeinschaft mit der Uni Gießen in Verbindung gesetzt. Am 08. November fand  ein Tagesseminar zur Klauenpflege beim Rind statt. 14 Personen nahmen an dem Lehrgang teil, der von Frau Dr. Marlene Sickinger und ihrer Kollegin Uschi Schäfer durchgeführt wurde.

Es wurde in 2 Gruppen gearbeitet. Im theoretischen Teil ging es unter anderem um das richtige Werkzeug und dessen zweckmäßigen Einsatz. Klauenstände und funktionelle Klauenpflege wurden erörtert.

_wsb_533x399_Klauenpflege+2014+012

Im praktischen Teil konnten die Teilnehmer an Rinderklauen das theoretisch erlernte Wissen in die Praxis umsetzen. Es ging darum Klauendefekte zu erkennen, die Hohlkehle korrekt zu schneiden und den Winkel, sowie die Länge der Klauen zu korrigieren.

_wsb_533x399_Klauenpflege+2014+008

Nicht nur bei Klauengeschwüren sondern auch bei Defekten, die nach dem Ausschneiden bluten sollte ein Klauenverband angelegt werden. Wundauflage, genügend  Watte als Polster  und  ein gut sitzender Verband rund um die Klaue und im Achtergang um die Zehe sollen der Wundheilung dienen. Auch das Kleben eines Klotzes wurde gezeigt und erläutert.

_wsb_533x399_Klauenpflege+2014+004

Die Teilnahme an diesem Seminar hat einigen Anwesenden verdeutlicht, wo Sie bisher Fehler gemacht haben, die es in Zukunft zu vermeiden gilt. Der Praxisteil war eine gute Übung für die Arbeit zu Hause. Kleiner Wermutstropfen: es gab keine Klauen mit schwerwiegenden Problemen.

Der Vorstand hat sich darüber gefreut, dass mehrere junge Leute Interesse an dem Seminar gezeigt haben.

_wsb_533x399_Klauenpflege+2014+006

Workshop für Fleischrinder-Jungzüchter

Zur Vorbereitung auf den Tag der Züchterjugend am 21. und 22. November in Alsfeld hat die ZBH ein Workshop für die Fleischrinder-Jungzüchter angeboten. 25 junge Leute über alle Rassen haben die Chance genutzt ihr Wissen und Können in punkto vorführen eines Rindes, Tierbeurteilung und dem Rangieren einer Rindergruppe zu erweitern und verbessern. Es wurden 2 Gruppen gebildet. Johannes Bock erklärte, was beim Vorführen zu beachten ist und gab wertvolle Tipps im Umgang mit dem Tier. Jost Grünhaupt vermittelte das nötige Wissen, um ein Rind zu beurteilen. Zum Ende des Tages konnte das neu erlernte Wissen umgesetzt werden, als eine Angus- und eine Gallowaygruppe rangiert wurde.

Für das leibliche Wohl hatte die ZBH, vertreten durch Christian Sölzer gesorgt. Einige Eltern hatten Kuchen mitgebracht. So  wurde an diesem Tag nicht nur Fachwissen vermittelt sondern auch die Geselligkeit gepflegt. Bei der guten Beteiligung der jungen Leute wäre es schön, wenn im kommenden Jahr wieder ein solches Workshop angeboten wird.

Zum Tag der Züchterjugend laden die hessischen Angus-Jungzüchter alle Mitglieder unserer IG und Interessierten nach Alsfeld ein. In diesem Jahr wird der Bundesjungzüchter-Wettbewerb für Fleischrinder in Hessen ausgerichtet – ein besonderes Highlight. Viele Besucher sind ein besonderer Ansporn für unsere Jungzüchter.

Alle wichtigen Infos findet Ihr unter: www.zbh.de/jungzüchter/aktuelles

_wsb_533x352_DSC_1754

_wsb_533x352_DSC_1751

Claus Knacker stellt die Siegerfärse in Melzdorf

Milde Temperaturen und kein Niederschlag. Das sind die besten Voraus- setzungen eine Tierschau unter freiem Himmel zu veranstalten. Am 15. Juni wurde erstmals eine hessische Jungrinderschau präsentiert. Im Rahmen der Kreistier- schau Fulda zeigten 11 hessische Zuchtbetriebe 19 Färsen von bester Qualität.
Auch ein AA Jungbulle wurde vorgestellt.

_wsb_533x352_F$C3$A4rsen+i.d.+Anbindung

Es wurden 2 Altersklassen gebildet. Die Altersklasse der älteren Tiere stellte       3 Gruppen mit insgesamt 13 Färsen im Alter von 19 – 22 Monaten.
Die 4 schwarzen Tiere in der ersten Gruppe bildeten eine starke Konkurrenz.
Ronja aus dem Betrieb Knacker platzierte sich auf 1a. Das älteste Tier der Schau setzte sich durch ein ausgeglichenes Seitenbild, korrekte Fundamente und elegante Erscheinung an die Spitze. Auf 1b rangierte der Preisrichter Manfred Winhart aus Bayern die fünf Wochen jüngere AA Färse Blackbird aus dem Betrieb Bischoff PTR.

_wsb_533x399_1.Altersklasse+Gr.+1

In der zweiten Gruppe konkurrierten zwei schwarze und 2 rote Färsen. Milka ein harmonisches,  typvolles Tier aus dem Betrieb Sippel setzte sich an die Spitze. Dicht gefolgt von der schwarzen Färse Anna aus dem Betrieb Hofacker.

_wsb_533x369_1.Altersklasse+Gr.+2

In der dritten und größten Gruppe der ersten Altersklasse setzte sich das jüngste Tier durch. Holm und Inge Becker hatten mit Blanka eine sehr gut entwickelte rote Färse vorgestellt. Auf 1b rangierte Herr Winhart die Färse Gloria von
Karl-F. Flamme. Gloria ist das Siegertier vom Fleischrindertag 2014 in Alsfeld.

In der Endausscheidung der ersten Altersklasse setzte sich Ronja eindeutig an die Spitze, gefolgt von Milka. Auf 1c platzierte sich Blanka.

_wsb_533x399_Entscheidung+1.+Altersklasse

Die zweite Altersklasse stellte 6 Tiere im Alter von 12-15 Monaten. In der ersten Gruppe dominierte eindeutig Maja aus dem Betrieb Wicke, ein sehr harmonisches Tier. Aus demselben Betrieb stammt auch Malinda, eine äußerst typvolle Färse. Sie wurde auf 1b gesetzt. Auf 1c rangierte der Richter Nobel eine AA Färse von Werner Rücklinger. Nobel zeigte eine enorme Entwicklung. Sie ist 2 Tage jünger wie Malinda.

_wsb_533x399_2.Alterklasse+Gr.+1

Die jüngste Färse Essence 67 eine schwarze AA Färse von Ulrich Heinz wurde in der zweiten Gruppe auf 1a gesetzt. Essence zeigte eine super Entwicklung und viel Tiefe. Die schwarze AA Färse Blackbird, aus dem Betrieb Bischoff PTR platzierte sich auf 1b. Das Tier punktete durch ein korrektes Erscheinungsbild.
Auf 1c rangiert wurde Ronja, die gut entwickelte, typvolle, rote Deutsche Angus Färse von Kurt Emde.

_wsb_533x399_2.+Altersklasse+Gr.+2

In der zweiten Altersklasse setzte sich als Siegerin die rote Färse Maja von Thomas Wicke an die Spitze. Gefolgt von Essence 67 aus dem Betrieb von Ulrich Heinz.

_wsb_533x399_Entscheiung++2.Altersklasse

Bei der Auswahl zur Gesamtsiegerin standen nun 4 Färsen zur Auswahl. Die schwarze Färse Ronja von Claus Knacker, das rote Tier Milka von Friedrich Sippel, die rote Färse Maja von Thomas Wicke und die schwarze AA Färse Essence 67 von Ulrich Heinz. An diesem Tag setzt sich eindeutig Ronja an die Spitze. Das Tier zeigte bei der Präsentation all ihre Vorzüge mit einer tollen Entwicklung, korrektem Seitenbild und harmonischen Ausstrahlung. Reserversiegerin wurde Maja aus dem Betireb von Thomas Wicke.

_wsb_533x399_Siegerin+1

_wsb_533x399_Melzdorf+Siegerin+2

_wsb_533x399_Endausscheidung

Während der Schau stellte der Betrieb von Artur Ruppel seinen roten Svenson Sohn Sino vor. Der typvolle rote AA Bulle zeigte sich mit guter Bemuskelung und korrekten Fundamenten (Bewertung 8/8/8). Ein in Deutschland gezogener roter AA Bulle ist noch nicht so oft zu sehen. Der Bulle steht zum Verkauf.

_wsb_533x399_Sino+1

Im Namen der Interessengemeinschaft Deutsche Angus Hessen gratuliere ich allen Beschickern zu den hervorragenden Tieren, die in Melzdorf gezeigt wurden. Ein herzliches Dankeschön geht an unseren Züchterkollegen Manfred Winhart, der als Richter vor Ort war. Ebenso bedanken wir uns beim Zuchtleiter Jost Grünhaupt der mit dem Kreisbauernverband Fulda die Idee zu dieser Jungrinderschau hatte.
Eine Wiederholung im ein- oder zweijährigen Rhythmus ist wünschenswert.

_wsb_533x399_Zuchtleiter+u.+Richter

Ingrid Sippel

Hattrick für hessische Anguszüchter beim 6. Färsenchampionat in Groß Kreutz

Nach dem Sieg von Matthias Rohleder mit seiner Färse Abendmond ( Red Label x Carles) im Jahre 2012 und dem Triumph der Zuchtstätte Sippel mit Annabell ( Red Piper x Daeo) im vergangenen Jahr, stellten die hessischen Anguszüchter zum dritten Mal in Folge das Siegertier bei der Rasse Angus.
Der Zuchtbetrieb Rohleder konnte mit der schwarzen Thump Tochter Almira seinen tollen Erfolg aus dem Jahre 2012 wiederhohlen, und die Siegerschleife für das beste Angustier nach Hessen entführen.
Von den 13 aufgetriebenen Färsen stammten 5 aus den hessischen Zuchtbetrieben Bischoff PTR, Matthias Rohleder und Friedrich Sippel.
Nach dem Richten der Tiere am Montagnachmittag bot sich beim anschließenden Züchterabend die Gelegenheit zum Gedankenaustausch. Bei der am Vormittag des     15. April stattfinden Siegerauswahl zum Grand Champion konnte das aus dem auch in der Anguszucht tätigen Betrieb Gries stammende Charolais Rind den Titel mit nach Hause nehmen.
Die von der RBB bestens organisierte Veranstaltung lockte am Dienstag zahlreiche Kaufinteressenten in die gut präparierte Auktionshalle, die bis auf wenige freie Plätze gefüllt war.
Die sehr gut entwickelte Almira eine schwarze Thump Tochter aus einer Evolution Mutter aus dem Betrieb von Matthias Rohleder war am 15. April nicht zu schlagen. Sie wechselte bei der anschließenden Auktion für den Tageshöchstpreis der Rasse von 3800€ in einen sich im Aufbau befindenden sächsischen Zuchtbetrieb. Der Durchschnittspreis bei der Rasse Angus betrug 2308€.
Bei einem zügigen Auktionsverlauf konnten alle aufgetriebenen Tiere verkauft werden.

_wsb_572x380_Abendmond

_wsb_572x380_almira

_wsb_572x380_Annabell

Fleischrindertag 2014 in Alsfeld

Beim diesjährigen Fleischrindertag in Alsfeld zeigte sich der Rasseblock Angus wieder einmal von seiner starken Seite. Bestens vorbereitete Schautiere und Auktionsbullen wurden aufgetrieben.

Bei den Schaubullen siegte der schwarze Orlando-Sohn Ontario aus dem Betrieb Maria Klausmann/Abtsteinach. Ontario ein typvoller, eleganter Bulle platzierte sich vor dem tief roten Gustel-Sohn Gunnar aus dem Betrieb von Karl-Friedrich Flamme/Rhenegge.

_wsb_572x333_DSC_0957

Die rote Game-Black-Tochter Nepal, ebenfalls aus dem Betrieb Maria Klausmann setzte sich an die erste Stelle bei den Schaukühen. Reservesiegerin wurde die schwarze Anguskuh Amelie aus dem Betrieb von Dieter Hoffarth/Lohra.

_wsb_571x389_DSC_0916

Starke Konkurrenz war auch bei den 3 Gruppen Jungrindern zu verzeichnen. Siegerin wurde Gloria, die dunkelrote bestens entwickelte Gustel-Tochter von Karl-Friedrich Flamme/Rhenegge.

_wsb_574x382_DSC_0883

Die Reservesiegerschleife erhielt Maila, eine Rito 9M9-Tochter von Friedhelm Simon /Bellings.

Bei den Auktionsbullen standen 28 Tiere zum Verkauf. Bis auf 4 Tiere wechselten alle Auktionsbullen ihre Besitzer.  Die ersten 6 Bullen der Verkaufsliste waren mit 8/8/8 gekört. Den Siegerbullen stellte Rainer Henz/Moischt, mit dem Bud-Sohn Boateng. Der Bulle wechselte für 3700,- € den Besitzer. Friedhelm Simon/Bellings konnte den Reservesieg verbuchen. Sein schwarzer Umberto M-Sohn Urban wurde für 3100,- € verkauft.

_wsb_580x386_DSC_0833

Der dritte Bulle in der Versteigerung erzielte den Höchstpreis von 4600,- €. Der Betrieb von Thomas Hofacker/Steinau hat wie seine Vorgänger in den vergangenen Jahren immer wieder Spitzentiere zum Verkauf gebracht. Der Bulle Gismo (Gildo x Elano) hat Rotfaktor.

Workshop für Fleischrinder-Jungzüchter

(mehr …)

Deutsche Angustage 2013 in Hessen

  • Hessische Anguszucht im nationalen Blickfeld

Das jährliche Züchtertreffen der Anguszüchter aus ganz Deutschland, verbunden mit der Mitgliederversammlung des Bundesverbandes der Angushalter, wurde dieses Jahr von der Interessengemeinschaft Angus Hessen ausgerichtet. Nachdem die hessischen Mitglieder in den zurückliegenden Jahren bei allen Veranstaltungen auf nationaler Ebene einen sehr starken Eindruck hinterlassen haben, war von einem großen Interesse seitens der Züchterkollegen aus allen Teilen Deutschlands auszugehen. Die Auswahl von Dodenau im oberen Edertal als Standort für die Mitgliederversammlung und den Züchterabend erwies sich als absolut richtig, denn dort konnten die mehr als 160 Gäste aufgrund der Übernachtungskapazitäten in den Gaststätten und Pensionen gut untergebracht werden. In der unmittelbaren Nähe fand der Start zum Besichtigungsprogramm statt: Die Unternehmensgruppe Viessmann, einer der Marktführer für Heizungssysteme mit weltweiter Bedeutung, öffnete seine Tore für die Züchtergruppe. Neben der Führung durch die Ausstellungen und Werkshallen war die Präsentation der Umtriebsplantagen und deren Nutzung für energetische Zwecke von besonders großer Bedeutung für die Landwirte aus den verschiedenen Regionen. Als zweiter Schwerpunkt ist inzwischen eine Biogasanlage dazu gekommen, die als Trockenfermentation betrieben wird. Neben den Silagen ist Festmist ein wichtiger Energielieferant, der über den Wasser- und Bodenverband angeliefert wird.

Als erster Besichtigungsbetrieb stand im Anschluss daran die Adresse von Marc und Holger Born in Dodenau auf dem Programm. Dort wurde in den letzten 10 Jahren eine Angusherde aufgebaut, die für diese schwierigen Standortbedingungen (flachgründiger Schieferverwitterungsboden, niedrige Temperaturen und häufig fehlende Niederschläge durch den Regenschatten des Rothaargebirges) eine hervorragende Alternative für die Bewirtschaftung des Grünlandes darstellt. Da beim Herdenaufbau mehrfach die Gelegenheit zum Ankauf hervorragender Tiere aus anderen hessischen Zuchtbeständen genutzt wurde, stellten sich auch schon frühzeitig herausragende Erfolge bei züchterischen Veranstaltungen für Marc und Holger Born ein. Spitzenplatzierungen wie der Landessiegertitel für den ehemaligen Herdenbullen Take Swiss oder der Siegertitel bei der Körung für die Bullen Danny Boy und Elano haben maßgeblich zum Bekanntheitsgrad des Betriebes beigetragen. In der letzten Zeit wurde der züchterische Schwerpunkt auf die Nutzung von AA-Genetik aus Dänemark und England verlagert. Der aktuelle Kälberjahrgang stammt von den Herdenbullen Dateline 1275 und Transnic ab, die dänischen Ursprung haben. Über diesen Weg ist die Genetik von zwei weltweit enorm erfolgreichen Blutlinien der gesamten Anguszucht in dem Betrieb Born integriert worden. Der erste Absetzerjahrgang sieht absolut vielversprechend aus und auch in der Gruppe der jungen Kühe und Rinder waren eine Reihe hochinteressant gezogener Tiere zu sehen. Die aktuelle züchterische Entwicklung der Herde Born lässt erwarten, dass von diesem Betrieb in der nächsten Zukunft mehrfach hochinteressante und leistungsstarke Genetik mit AA-Standard auf dem Zuchtviehmarkt angeboten werden kann.

DSC_5577kl

Die Besichtigung wurde mit der Vorstellung der Bischoff PTR in Neukirchen fortgesetzt, wo die Geschäftsführerin Alexandra Trümner zunächst das Gesamtkonzept des Betriebes präsentierte. So stellt die Betreuung der Angusherde einen Schwerpunkt bei der Arbeit mit den in Pflege oder Therapie befindlichen Patienten dar. Der ausgeglichene Charakter der Angusherde ist dafür eine wichtige Voraussetzung, wie Betriebsleiter Martin Schütterle bei der Präsentation der Herde erklärte. Die gesamte Betriebsfläche von über 100 ha Grünland, dabei häufig schwierige Standorte am Rande des Knülls, wird mit über 52 Anguskühen mit kompletter Nachzucht optimal verwertet. Den Schwerpunkt der Herde stellten in den zurückliegenden Jahren bekannte Vererber wie die beiden Hessensieger Game One und Garibaldi dar und deren Nachfolger Milan, Tacitus und Taylor standen durchweg in der Spitzengruppe der hessischen Angusbullen nach Leistungsvererbung. Die aktuellen Herdenbullen Limited Edition 1070, Fully Louded 1160 und New Year, allesamt im Gemeinschaftsbesitz mit dem Betrieb Heinz, Wehrda, führen weltweit sehr erfolgreiche Blutlinien in ihren Pedigrees, von deren Nachzucht deutliche Impulse in allen wichtigen Rassemerkmalen erwartet werden können. Dazu kommt die Nutzung von bekannten Vererbern über die künstliche Besamung wie Peter Pershore, Red Eagle oder Cowboy Cut.

DSC_5611kl

Damit ist im kommenden Absetzerjahrgang eine Vielzahl an sehr vielversprechenden Pedigreekombinationen enthalten. Besonders interessiert waren die Besucher an den in der letzten Zeit ergänzten Färsen mit hochinteressanten Abstammungskombinationen aus der britischen AA-Population. Mit dieser Genetik erhofft sich der Betrieb Bischoff den Marktzugang zu allen international bedeutsamen Standorten der Anguszucht. Neben der aktiven Zuchtviehvermarktung stellt die Ausmast der Bullen im eigenen Betrieb auf Grünlandbasis einen weiteren Schwerpunkt im Gesamtkonzept des Zuchtbetriebes Bischoff dar. Neben der Verwertung im eigenen Betrieb wurde mit Erfolg eine Vermarktung für Wurstwaren und Edelteile an Kunden in einem weiteren Umfeld des Betriebsstandortes aufgebaut.

DSC_5606kl

Bei der Fahrt über den hohen Vogelsberg, mit seinem weiträumigen, oft durch Hecken unterteilten Grünland, wurde den Besuchern aus vielen Regionen Deutschlands sehr gut verdeutlicht, dass die Mutterkuhhaltung heute einen ganz wesentlichen Anteil an der Aufrechterhaltung der Grünlandbewirtschaftung unter diesen Standortbedingungen hat. So wurde auf den Betrieben Werner Rücklinger, Karl-Heinz Möser und Artur Ruppel im Schottener Stadtteil Eschenrod über mehr als 20 Jahre hinweg ein ökologisch bewirtschafteter Grünlandbetrieb aufgebaut, dessen Schwerpunkt die rote Angusherde darstellt. Bei der Besichtigung der beiden Herden in der unmittelbaren Nähe des Stalles wurde den Besuchern schnell klar, dass hier über Jahre hinweg mit absolutem Schwerpunkt auf rumpfige, sehr leichtfuttrige und leistungsfähige Kühe selektiert wurden. Bekannte Vererber wie Kohler, Glenno oder Giovanni haben diese Herde nachhaltig geprägt und die Nutzung von Top-Vererbern aus der Besamung wie Harker oder Red Label hat die genetische Basis erweitert.

DSC_5652kl

Zu den größten Erfolgen der Zuchtgemeinschaft Ruppel/Rücklinger sind der Bundessiegertitel für die Färse Lesli und den in dem Betrieb gezogenen Vererber Gustel zu zählen, aber auch die aktuelle Landessiegerin Gaby, eine Kombination der bekanntenBullen Duplo und Compass, hinterließ auch auf der heimatlichen Weide einen sehr starken Eindruck. Zur Erweiterung der züchterischen Basis wurden in der letzten Zeit mehrere Tiere mit dänisch/canadischen Abstammungskombinationen ergänzt, die bei der Herdenbesichtigung stark beachtet wurden. Neben der Zuchtviehvermarktung, die in den letzten Jahren über die beiden Wege Auktion und Ab-Hof sehr erfolgreich betrieben wurde, stellt die Direktvermarktung einen weiteren wichtigen Betriebszweig dar. Die gesamte Betriebskonzeption mit den in unmittelbarer Hofnähe aufgestellten Herden hinterließ bei allen Besuchern einen nachhaltigen Eindruck und die speziell aus Dänemark angereisten Züchter konnten sich hier ein hervorragendes Bild für die Weiterentwicklung der bei ihnen erworbenen Tiere machen.

Mehr als 40 Jahre wird auf dem Hof von Karl Friedrich Flamme, Rhenegge, aktiv Anguszucht der roten Farbrichtung betrieben und eine große Zahl an Tieren aus diesem Zuchtbetrieb war auf Landes- und Bundesebene bei Ausstellungen sehr erfolgreich. Da in den zurückliegenden Jahren eine Vielzahl an Bullen aus dem Betrieb Flamme auch in außerhessischen Herden sehr gute Ergebnisse in der Nachkommenprüfung erreichte, war es nur zu verständlich, dass auch hier das Interesse an der Herdenbesichtigung außerordentlich groß war. Auch auf diesem inzwischen nach Biobedingungen geführten Betrieb sind durchweg sehr flachgründige Standorte vorhanden. Nichtsdestotrotz sahen die Besucher eine enorm ausgeglichene Herde an mittelrahmigen, rumpfigen Anguskühen mit besten Leistungseigenschaften. Unverkennbar war die Handschrift des Zuchtbetriebes zu sehen, die sich in der Ausgeglichenheit der vorgestellten Kühe und Rinder wiederfinden ließ. Nachdem über mehrere Jahre der Bundessieger Gustel die Herde geprägt hat, konnten sich die Besucher jetzt ein Bild der aktuellen Herdenbullen Primus (Landessieger 2012) und Gunnar machen.

DSC_5675kl

Auch auf dem abschließend vorgestellten Zuchtbetrieb von Friedrich und Ingrid Sippel, Helmscheid, dominiert eindeutig die Farbe rot. Sicher etwas ungewöhnlich für die internationalen Gäste, unter denen auch der erstmalig bei einem deutschen Züchtertreffen anwesende schottische Präsident Russell Taylor zugegen war. Gerade für die ausländischen Gäste gab es viele neue Eindrücke in Hessen, sowohl in Dänemark als auch in England ist der Anteil an Biobetrieben auf absoluten Grünlandstandorten viel geringer als in Hessen. Auch auf dem Betrieb Sippel steht die Anguszuchtherde im Mittelpunkt und trägt deutlich zur optimalen Verwertung des Grünlandes bei. Dazu kommt die hervorragende Nutzung des in der Fruchtfolge anfallenden Ackerfutters, das auf diesem Biolandbetrieb produziert wird. Wenn heute eine sehr ausgeglichene, rassetypische Herde auf den Weiden rund um Helmscheid zu sehen ist, so ist es das Ergebnis einer konsequenten Selektion auf die wichtigen Rassemerkmale der Anguszucht wie Leichtfuttrigkeit und beste Verwertung des Grünlandes zur Aufzucht von sehr leistungsstarken Absetzern. In den zurückliegenden Jahren war die Adresse Sippel, Helmscheid, häufig in den Siegerlisten auf Landes- und Bundesebene zu finden.

DSC_5693kl

Ein deutlicher Beweis für das züchterische Geschick, was hier bei der Auswahl der Tiere und Anpaarung in der Herde an den Tag gelegt wurde. Sowohl der im Gemeinschaftsbesitz gehaltene Bulle Gustel, als auch der aktuelle Vererber Banko sind als Bundessieger gelistet und die Prilo-Tochter Romanze konnte ebenfalls als Färse die nationale Siegerschleife erreichen. Neben der intensiven züchterischen Arbeit, zu denen auch die zahlreichen erfolgreichen Auftritte der Söhne Christian und Markus bei Jungzüchterwettbewerben zählen, wurde parallel eine Direktvermarktungsschiene für die nicht zur Zucht geeigneten männlichen Tiere aufgebaut. Die Züchterkollegen aus ganz Deutschland, angeführt von dem neu gewählten Vorsitzenden des BDAH Dietz Kagelmann aus Velpke, nahmen viele Eindrücke aus der hessischen Anguszucht mit und konnten die Bereitschaft der Betriebe zur aktiven Mitarbeit in der Zucht und Weiterentwicklung der Rasse deutlich erkennen. Das hessische Zuchtgebiet gehört seit Jahren zu den aktivsten Regionen über ganz Deutschland hinweg und die auf breiter Basis gezeigte Aktivität lässt erwarten, dass dieses auch in Zukunft der Fall sein wird.

Jost Grünhaupt, LLH Kassel

Jungzüchter besuchen die Tierklinik in Gießen

Einen hoch interessanten und lehreichen Besuch unternahmen die Jungzüchter
der Interessengemeinschaft Deutsche Angus Hessen, der Interessengemeinschaft
Galloway und Mitglieder der Jungzüchterclubs Waldeck-Frankenberg und
Marburg-Biedenkopf am 15. Dezember 2012 in der Klinik für Geburtshilfe,
Gynäkologie und Andrologie für Groß-und Kleintiere der Uni Gießen.
Nach der Begrüßng schloss sich der Vortrag „Rund um die Geburt beim Rind“
von Prof. Wehrend an. Fruchtbarkeit, Hygienemaßnahmen, Folgekrankheiten
durch Stress bei der Geburt usw. wurden erläutert. Prof. Wehrend verstand es
die Jungzüchter durch Fragen in seinen Vortrag mit einzubeziehen.

_wsb_564x409_IMG_2550-1

Es folgten praktische Übungen zur Geburtshilfe. Nach Erläuterungen von Dr.
Wagner hatte jeder Jungzüchter die Gelegenheit am Geburtsphantom die Theorie
in die Praxis umzusetzen. Die wenigsten jungen Leute hatten bisher eine Lagekorrektur
vorgenommen, somit waren die Teilnehmer sehr motiviert.
Die Erfahrung das Kalb in einer Fehllage zu ertasten und sich in die
Situation hinein zu denken, ohne zu sehen was verändert werden muss, stellte
für die jungen Leute eine ganz neue Erfahrung dar.

_wsb_568x329_Gruppenfoto+KGGA+2012

Nach dem Mittagessen wurde die Klinik für Wiederkäuer besichtigt und
erläutert. Diesen Part übernahm Prof. Doll.
Im Anschluss an die Veranstaltung waren sich die Jungzüchter einig, dass
sich ein weiterer Besuch in der Tierklinik anschließen soll.
Besonderer Dank gilt Dr. Wagner, der das Programm zusammengestellt hat und
für die Organisation zuständig war, Franziska Groll, deren Idee es war, die
Tierklinik zu besuchen und Ute Ermentraudt, die die Gruppe geleitet hat.

Ingrid Sippel

Hessicher Fleischrindertag 2013

AngusFLT08+003

Beim Fleischrindertag 2013 wird sich die Spitze der hessischen Jungbullen des Jahrgangs 2011 / 2012 der Körkomission vorstellen. Wir werden eine sehr breite Palette an verschiedenen Blutlinien im Angebot haben, z. B.:
Gustel, Red Label, Banko, Rawburn Transformer, Lockerley Legend, Unik, Firestar, Elano, Brylor Thump, Design Plus, Alonso, Red Piper, Milan, Glenno und Take Swiss.  Wie bereits in den vergangenen Jahren werden auch wieder weibliche Tiere im Rahmen der Sonderkollektion angeboten. Den Käufern wird somit wieder vielfältige Spitzengenetik der deutschen Anguszucht angeboten. Willkommen beim hessischen Fleischrindertag am 26.01.2013 in der Hessenhalle Alsfeld.

Erfolgreiche Angus – Jungzüchter

Die Jungzüchter aus den Anguszuchtbetrieben waren beim Jungzüchtertag in Alsfeld aus dem Bereich der Fleischrinderhalter mit Abstand am stärksten vertreten . Der Wettbewerb wurde auf 2 Gruppen aufgeteilt und erste Klassensieg ging an Michael Wicke , Felsberg , dem mit seinem Rind Rosana von Rigo die ausgeglichenste Vorführung gelang. Der zweite Klassensieg wurde vom Preisrichter Johannes Bock an Markus Sippel, Helmscheid, vergeben, der in dieser Altersgruppe starke Konkurrenz aus dem Lager der Charolais und Galloways hatte. Auch bei der Siegerauswahl ging kein Weg an Michael Wicke vorbei. Er stellte Rosana ein zweites Mal in bester Manier vor und wurde mit Siegerpreis ausgezeichnet.

DSC_4397
Michael Wicke mit Rosana

Ebenfalls mit im Wettbewerb waren Tamara Behle, Lelbach, sowie Steffen Harbecke und Dominik Emde aus Korbach , die auch beim Gruppenwettbewerb mit ihren 3 Angusrindern gegen die starke Konkurrenz aus dem Holsteinbereich antraten . Und das mit Erfolg, den auch die Preisrichterin Christine Kuppeler, Schrozberg, erkannte die einwandfreie Vorführleistung des jungen Trios, das unter dem Motto „Gipfelstürmer“ antrat und es bis in die Endrunde zur Siegerauswahl schaffte.
Eine sehr engagierte Vorstellung, die sehr viel Lob und Anerkennung fand.

DSC_4438

„Gipfelstürmer“: Steffen Harbecke, Dominik Emde und Tamara Behle.

Jost Grünhaupt

Sperma-Angebot der ZBH

Über die ZBH in Alsfeld stehen die nachfolgend aufgeführten Jungbullen zur Verfügung

Esco 204338 : Optimale Kombination von Rassetyp, Fleischansatz und Korrektheit , wenig verbreitete Genetik über Eric of Blelack , Vater Elano war Körsieger und gehört zu den Topbullen nach RZF , Rotfaktor über MV Daniel

Fleischrindertag+2012+216
Esco

Code-Red 204339 : Überlegener Leistungsbulle , Stark in Wuchs ,Breite und Fleischfülle, blutsfremd gezogen über seinen Vater Cody

Fleischrindertag+2012+231
Code Red

Empire 204378 AA : Bestechend in Typ und Fleischansatz , die Ausnahmevererber Hoff Limited Edition und S A V Bando 5175 als Großväter , Überlegener Igenity-Test für Marbling und Tenderness, aus der Topkuh Umpa gezogen

_wsb_568x381_DSC_3432
Empire

Ig Fahrt nach Österreich

Züchterfahrt nach Österreich im September 2012

Nach einem 3/4 Jahr Vorbereitung war es am 28. September 2012 endlich soweit, die Züchterfahrt der IG Angus Hessen konnte starten. Bereits um 5.00 Uhr ging es los, der erste Besichtigungspunkt war die bekannte Zuchtstätte für Futterpflanzen Saatzucht Steinach in Niederbayern. Nach einem ausgiebigen Frühstück konnten die 12 Fahrtteilnehmer unter Führung des Geschäftsführers Herrn Dr. Eckhardt den Gräser-Zuchtgarten besichtigen. Herr Dr. Eckhardt stellte den Fahrtteilnehmer dar, mit welchen Aufwand heutzutage die Gräserzüchtung betrieben wird. Mit einem kleinen Präsent bedankten wir uns ganz recht herzlich für die Einladung.
Am Nachmittag des ersten Reisetages durchquerten wir im PKW und Kleinbus Österreich zügig von Nord nach Süd, denn um 19.00 Uhr waren wir von den Kärntner Anguszüchtern zum Empfang im Parkhotel Wörthersee eingeladen. Bei interessanten Gesprächen und einem ausgiebigen Abendessen liesen wir den ersten Reisetag ausklingen.
Am Samstagmorgen besuchten wir den bekannten Anguszuchtbetrieb der Familie Privasnig in Klagenfurt. Die Herde der Familie Privasnig umfasst ca. 90 Kühe, die zum größten Teil auf deutsche Genetik zurückgeht. Neben dem Zuchtviehverkauf bildet die Direktvermarkung das zweite Standbein des Betriebes. Die Familie Privasnig konnte mit ihren Tieren bereits einige Titel auf den österreichischen Bundesschauen gewinnen. Seit kurzer Zeit experimentiert auch der Betrieb Privasnig mit AA-Genetik, Andreas Privasnig jun. Stellte uns einige interessante Tiere mit schottischer Blutführung vor. Zum Schluss der Besichtigung wurden wir auf den Betrieb landestypisch verköstigt.
Kurz vor Einbruch der Dunkelheit hatten wir unser Tagesziel, der Anguszuchtbetrieb der Familie Reiß in Niederösterreich erreicht. Trotz des langen Tages und einsetzenden Regens liesen es sich die hessischen Anguszüchter nicht nehmen die Herde zu besichtigen. Der Bio-Betrieb Reiß liegt im sehr niederschlagsarmen Niederösterreich kurz vor der Grenze zu Tschechien im reinen Acker- und Weinbaugebiet. Die Tiere stehen die gesamte Weidesaison auf festeingezäunten hofnahen Standweiden und werden bei Bedarf zugefüttert. Auf Grundlage bayerische Angus-Genetik züchtet die Fam. Reiß ein mittelrahmige Angusrind, welches mit den knapperen Futterverhältnissen zurechtkommt. Bis auf wenige Ausnahmen wird die gesamte Nachzucht des Betriebes Reiß als Zuchtvieh verkauft, wobei Käufer mit ca. 1 ½ Jahren Wartezeit rechnen müssen. Im Kreis der Familie Reiß liesen wir den Tag ausklingen.
Der Sonntagmorgen stand ganz im Zeichen der Kultur. In einem ausgiebigen Rundgang zeigte uns die Fam. Reiß die berühmten Sehenswürdigkeiten der Kaiserstadt Wien. Der Stefansdom, die Hofburg, das österreichische Parlament und natürlich ein typisches Wiener Kaffeehaus bildeten die Eckpunkte des vormittägigen Rundganges durch Wien. Aber auch die Wiener Spezialitäten, Kaiserschmarren, Sachertorte, Apfelstrudel und natürlich Kaffee liesen wir nicht links liegen.
Mit einem BBQ begann unser Besuch auf der BOA-Ranch von Daniela Wintereder und Fred Zehetner in Wildendürnbach. Vor einigen Jahren kauften die Betriebsleiter den heruntergekommenen Gutsbetrieb in Wildendürnbach und richteten den Betrieb auf Niedrigst- Kosten- Niveau ein. Fred Zehetner züchtet auf Grundlage nordamerikanischer Genetik Angus- und Gallowayrinder, die auf die speziellen Standortgegebenheiten Niederösterreichs selektiert werden. Auf der BOA-Ranch werden leichtkalbige, friedfertige, klauengesunde und anspruchslose Rinder mit aller Konsequenz gezüchtet. Alle Tiere, die nicht den gewünschten hohen Qualitätsansprüchen von des Züchterpaars entsprechen werden ausnahmslos geschlachtet. Zurzeit wird eine eigene Schlachtstätte auf dem Betrieb errichtet.
Im niederschlagsarmen Niederösterreich benötigen die Tiere keinen festen Winterstall, in teileweise überdachten, mit Windschutzwänden ( Space-Board) versehenen Gattern mit wassergebundener Stallsohle werden die über 200 Mutterkühe mit Nachzucht im Winter gehalten.
Zum Zeitpunkt unseres Besuches präsentierten sich alle Kühe, trotz der mehr als mageren Weiden in einer guten Zuchtkondition.
Zum Abschluss des gelungenen Tages konnten bei einer Weinprobe im prämierten Weingut Stadler die Eindrücke der vergangenen Tage nochmals intensiv diskutiert werden.
Der letzte Reisetag führte unsere Reisegruppe nochmals zum bekannten Anguszuchtbetrieb der Familie Paulik nach Thalheim bei Wels. Nach den verdorrten Weiden im Weinviertel konnten wir nunmehr unsere Augen über satte Weiden und gut konditionierte Tiere schweifen lassen. Die Familie Paulik führt ihren ca. 50 ha großen Betrieb im Nebenerwerb. Die passionierten Züchter präsentierten ihre schwarze, mit internationaler Spitzengenetik versehene Zuchtherde unserer Reisegruppe voller Stolz. Auf dem Betrieb Paulik, so hatten wir den Eindruck gewonnen, stehen die Zucht- und der Schauerfolg neben den wirtschaftlichen Aspekten an erster Stelle.
Zum Ende unserer 4- tägigen Züchterreise nach Österreich waren sich alle Fahrtteilnehmer einig, dass wir vier sehr interessante Betriebe gesehen hatten, jeder für sich mit seiner eigenen auf die natürlichen Standortgegebenheiten angepassten Betriebsphilosophie gesehen haben. Die IG Angus Hessen wünscht alle besuchten Betrieben für die Zukunft alles Gute und viel Züchterglück.

Starker Angus-Auftritt in Alsfeld

Drei Klassensiege waren bei den Angus-Rindern zu vergeben und den ersten Ia-Platz vergab Gernot Pohl an die mit sehr viel Ausdruck und Harmonie ausgestattete Red Label-Tochter Abendmond aus dem Zuchtbetrieb Matthias Rohleder, Löhlbach. Die rote Go-Tochter Hera aus dem Zuchtbetrieb Dieter Hoffarth, Lohra, zeigte den höchsten Standard im Ring II und bei den jüngsten in der Konkurrenz fiel die Entscheidung zugunsten der Firestar-Tochter Emelie, mit der Friedhelm Simon, Bellings, eine erstklassige Nachwuchsfärse vorstellen konnte. Den höchsten Maßstab aus diesem Trio erfüllte in der Schlussrunde Abendmond, Matthias Rohleder durfte sich über die Auszeichnung Siegerfärse für dieses sehr elegante, rassetypische Rind freuen. Der Reservesiegerplatz ging an die Adresse von Dieter Hoffarth mit der Go-Tochter Hera. Zwei sehr typstarke Klassensiegerinnen standen zum Schluss in der Endauswahl bei den Angus-Kühen im Wettbewerb. Mit einem Höchstmaß an Typ, Harmonie und Balance ausgestattet, erhielt die Familie Sippel aus Helmscheid den Siegertitel für ihre Domteur-Tochter Reika. Die von Werner Rücklinger, Eschenrod, präsentierte Kohler-Tochter Anica überzeugte durch viel Rumpf, Korrektheit und wurde zur Reservesiegerin erklärt (bei der anschließenden Auktion wurde Anica angeboten und die Familie Sippel konnte sich erfolgreich in die Käuferliste eintragen, jetzt steht auch diese Reservesiegerin in Helmscheid). Der Titel Siegerbulle bei der Rasse Angus wurde dieses Jahr an den Pirol-Sohn Primus von Karl-Friedrich Flamme, Rhenegge, vergeben, er überzeugte durch sein harmonisches Gesamterscheinungsbild und die absolute Korrektheit im Körperbau.

Erfolgreiche Auktion

Im Vorfeld des Fleischrindertages fand bei den hessischen Anguszüchtern eine intensive Diskussion über den Umfang der Bullenbeschickung beim Fleischrindertag statt. Mit 37 Bullen im Auktionskatalog war das Angebot eindeutig über der erwarteten Nachfrage. Die erfolgreiche züchterische Arbeit langjähriger aktiver Auktionsbeschicker, aber auch die beachtlichen Aktivitäten neu dazugekommener Adressen, sind hier als Hauptargumente zu nennen. Im Rahmen der Mitgliederversammlung der IG Angus in Odensachsen wurde die Auktionsbeschickung ausführlich diskutiert: Mit dem Resultat, dass jeder Beschicker einen Bullen weniger zur Auktion bringt. Zur Körung erschienen 26 Bullen und es zeigte sich sehr schnell, dass die Vorselektion in allen Betrieben dazu geführt hatte, dass das Qualitätsniveau sehr hohen Ansprüchen genügte. Der jüngste Bulle der Kollektion, der aus der Paris-Linie stammende Picolo von Karl-Friedrich Flamme, Rhenegge, gab ein so überzeugendes Bild ab, dass er zum Siegerbullen erklärt wurde. Ein aktiver Zuchtbetrieb aus Thüringen entschied sich für diesen Nachwuchsvererber. Als nächster folgte der Elano-Sohn Esco von Thomas Hofacker, Hintersteinau, ein in allen Merkmalen brillanter Nachwuchsvererber, absolut korrekt, bestens im Fleischansatz und auch mit erstklassigen Leistungs- und Zuchtwertzahlen ausgestattet. Das langanhaltende Bieterduell ging zugunsten von ZBH u. LTR aus, die diesen Bullen in ihren gemeinsamen Zuchtprogramm über die Besamung einsetzen werden und dafür den Tageshöchstpreis von 5.700,- € investierten. Ein herausragender Erfolg für den noch jungen Zuchtbetrieb von Thomas Hofacker, gleichzeitig die Bestätigung für den Ankauf des Siegerbullen Elano beim Fleischrindertag vor drei Jahren. Ebenfalls in den Besamungseinsatz von ZBH u. LTR ging der nächstfolgende Bulle, einer der wenigen Söhne des US-Vererbers Cody aus einer sehr aufzuchtstarken Prilo-Tochter von Friedrich-Wilhelm Sippel, Helmscheid. Auch dieser Bulle überzeugte durch seinen ausgeglichenen Körperbau und die vorzüglichen Leistungszahlen. Mit zwei absolut typstarken, bestens entwickelten Bullen war dieses Jahr Dieter Hoffarth vertreten. Der Rocky-Sohn ging in eine im Neuaufbau befindliche nordhessische Herde und der in Leistungsprüfung und Zuchtwertschätzung herausragende Designplus-Sohn ging an eine bekannte Adresse nach Rheinland-Pfalz. Noch etwas weiter, nämlich in das Großherzogtum Luxemburg wurde der von Ulrich Heinz, Wehrda, angebotene Bulle mit der komplett neuen Abstammung Dateline x Bushsstrut ausgestattete Bulle verladen. Das erfolgreiche Duo aus dem Zuchtbetrieb von Martin u. Rainer Henz, Moischt, abstammend von Red Piper bzw. Galena, überzeugte ebenfalls durch erstklassiges Exterieur und solide Leistungen, beide blieben in Hessen. Die sehr gut entwickelten, weiteren Bullen von Karl-Friedrich Flamme, Rhenegge, abstammend von Gustel u. Bruno, entsprachen absolut den Wünschen der Käufer, zwei werden in der bayerischen Herdbuchzucht in den Einsatz gehen. Der leistungsstärkste Bulle der Versteigerung, der Rigo-Sohn Remo von Werner Rücklinger, Eschenrod, ging in einen mittelhessischen Betrieb und sein Herdengefährte, ein über Red Moran mit komplett neuem Blut versehener Bulle, wechselte nach Außerhalb. Mit sehr guten Typmerkmalen und interessanten Pedigrees ausgestattet bot Friedhelm Simon, Bellings, drei Bullen an, die von Firestar bzw. Franco abstammten und in der hessischen Anguszucht blieben. Als weiterer erfolgreicher Anbieter reihte sich die Bischoff PTR, Neukirchen, ein, auch hier war über die Väter Netmark, Thump oder den Reservesieger der Bundesschau Milan Spitzengenetik auf der Vaterseite vorzufinden. Holger u. Mark Born, Dodenau, waren als Verkäufer ihres sehr typvollen Take Swiss-Sohnes erfolgreich, der in die niedersächsische Herdbuchzucht wechselte. Die abschließenden Bullen der Klasse I, angeboten von Peter u. Sabine Gries, Oberseener Hof, sowie Herbert Weiershäuser, Sterzhausen, waren ebenfalls stark gefragt und werden in hessische Herden eingesetzt. Die Nachfrage nach erstklassigen Angusbullen hielt bis zum Schluss an und es ergab sich ein Durchschnittspreis von 2.980,- €. Dieses hervorragende Auktionsergebnis ist in erster Linie auf den Qualitätsstandard, den die Bullen zeigten, zurückzuführen, dies gepaart mit erstklassigen Leistungen und interessanten Pedigrees führte dazu, dass das Interesse bis zum Schluss anhielt. Auf der anderen Seite bestätigt das Auktionsergebnis die Richtigkeit der getroffenen Entscheidungen, das Auktionsangebot einzuschränken und auf hohem Niveau Spitzengenetik anzubieten.

Bei der weiblichen Top-Genetik standen dieses Jahr zwei erstklassige Kühe mit Kälbern bei Fuß im Ring. Bei der Schau als Reservesiegerin ausgezeichnete Kohler-Tochter Anica, eine echte Spitzenkuh aus dem Zuchtbetrieb Rücklinger, Eschenrod, war mit ihrem Kuhkalb von dem Nachwuchsvererber Svenson bei Fuß stark begehrt. Als Halbschwester des Bundessiegers Gustel war sie auch für aktive Zuchtbetriebe eine echte Alternative und die Familie Sippel erhielt den Zuschlag bei 3.000,- €. Nur unwesentlich niedriger war der Zuschlagspreis für die Walnut-Tochter Ballerina, die von Friedhelm Simon, Bellings, angeboten wurde, auch hier mit einem Kuhkalb von Firestar bei Fuß. Auch sie ging nach Nordhessen und wird zum Aufbau einer neuen Angusherde mit beitragen. Ein insgesamt sehr erfolgreicher Fleischrindertag für die Anguszüchter, der gleichzeitig Ansporn sein sollte, den eingeschlagenen Weg auch mit der entsprechenden Konsequenz in Zukunft weiter zu gehen.

Grünhaupt, LLH Kassel

 

Angus überzeugt bei Bundesschau Schwarz-Rot-Gold in Alsfeld

Nach 4 Jahren Pause wurde in der Alsfelder Hessenhalle die 3. Auflage der gemeinsamen Bundesschau Schwarz-Rot-Gold für die Rassen Angus, Charollais, Blonde d‘ Aquitaine und Limousin ausgerichtet. Diese wichtige Standortbestimmung für die vier beteiligten Rassen wurde von den Züchtern in starkem Umfang beschickt, so dass die Stallkapazitäten in der Hessenhalle nicht ausreichten und ein Zelt zusätzlich aufgebaut werden musste. Schwerpunkt bei der Rasse Angus bildeten dieses Jahr die Gruppen der Färsen und Bullen, die stark von dem Zuchtziel des mittelrahmigen, gut bemuskelten Fleischrindes geprägt waren. Zwei absolute Top-Modelle konkurrierten um den Titel bei den Färsen unter einem Jahr: der Siegertitel ging hier an die in Rassetyp, Entwicklung und Korrektheit überragende Carbonara-Tochter Bounty von Dieter Meier, Bissendorf, eine echte „Lady in Black“. Die mit viel Harmonie ausgestattete rote Gado-Tochter Lucie von Thorsten Ahlers, Visselhövede, war als Reservesiegerin erfolgreich.

Katnr33_1676kl
Leslie

Eine sehr starke Konkurrenz bekamen die Zuschauer bei den Färsen über einem Jahr zu sehen. Die bestens entwickelte, dabei sehr harmonische und typvolle Harker-Tochter Leslie stand zum Schluss als Siegerin an der Spitze, eine äußerst gelungene Kombination zweier bewährter Besamungsbullen (Harker x Glenno). Ähnlich überzeugende Attributehatte die Reservesiegerin, die Solar-Tochter Paula aus dem Zuchtbetrieb von Martin und Reiner Henz, Moischt.

_wsb_568x431_237+48+1a+Paula+v.+Solar+Henz
Paula

Auch bei den Kühen stand eine rote Vertreterin an der Spitze: die Politur-Tochter Rosine von Herbert Weiershäuser, Sterzhausen, punktete sehr stark mit ihrer Harmonie und Korrektheit im gesamten Körperbau und erhielt die Siegerschleife.

_wsb_569x376_DSC_1704
Rosine

Als absoluter Hoffnungsträger zeigte sich der Spitzenbulle der jüngeren Kategorie, der Bruno-Sohn Banko von Friedrich Wilhelm Sippel, Hemscheid, ausgestattet mit sehr gutem Seitenbild und gleichmäßig guter Muskulatur.

_wsb_322x431_DSC_1749
Banko

bsolut imponierend war jedoch die Präsenz des Siegerbullen der Klasse der Altbullen, der jetzt 5-jährige Gustel von der Züchtergemeinschaft Flamme, Sippel und Behlen zeigte jetzt ausgewachsen alle Tribute, die man von einem Topvererber der Rasse Angus sehen will. Bester Rassetyp, sehr stark in den Verbindungen und mit einer tiefen, gleichmäßig gut ausgebildeten Muskulatur ausgestattet. Zusätzlich aufgewertet wurde seine Erscheinung durch die tief dunkelrote Farbe, die von vielen Züchtern und Haltern der Rasse sehr bevorzugt wird.

_wsb_568x379_378+4+Sieger+GUSTEL+v.+Giovann
Bundessieger Gustel

ausgestellten Tiere bei der Bundesschau Schwarz-Rot-Gold in Alsfeld zeigten sehr deutlich, dass die Rasse Angus auf dem richtigen Weg ist. Die enormen Stärken der Rasse Angus, im Gesamtpaket dargestellt durch hervorragende Entwicklung und gleichmäßig gute Bemuskelung ohne Extreme, hervorragende Fruchtbarkeitsdaten und bestem Rassetyp, wurden den Freunden und Anhängern der Rasse in Rot und Schwarz in bester Manier präsentiert.

Jost Grünhaupt

The biggest cow we have ever seen

Hessische Anguszüchter im Ursprungsland der Rasse Angus unterwegs

Vom 12.-15. Mai unternahm die Interessengemeinschaft Deutsche Angus Hessen e.V. mit Gästen aus Sachsen, Bayern und Nordrhein-Westfalen eine viertägige Reise nach Schottland, um namhafte Aberdeen-Anguszüchter zu besuchen.
O

 

Vom Düsseldorfer Flughafen aus starteten wir am Donnerstagmittag mit 20 Personen bei bestem Wetter in Richtung Edinburgh. Leider mussten wir auf den Organisator Holger Born verzichten, der aus gesundheitlichen Gründen verhindert war.
In Edinburgh war es deutlich kühler und frischer Wind gab uns einen Vorgeschmack auf das schottische Klima. Bereits bei der Stadtrundfahrt in der schottischen Hauptstadt bekamen wir einen Eindruck von der reizvollen Landschaft, die geprägt ist von Lavagestein mit tiefen Tälern, mit steilen Stechginster bewachsenen Hängen, mit dem tief ins Land reichenden Firth of Forth, der die Verbindung zur Nordsee ist und den eindrucksvollen gelben Sandsteingebäuden. Schotten sind keine Engländer, darauf legen sie großen Wert. Sie sind stolz nach mehr als 300 Jahren englischer Regentschaft, seid 1999 wieder ein eigenes Parlament und eine eigene Regierung zu haben. Edinburgh zählt heute etwa 450 000 Einwohner und ist gekennzeichnet von Großstadtflair, georgianischen Palästen, Tourismus und Naturidylle. Die Geburtsstadt von Harry Potter ist zugleich Heimat für viele schottische Dichter und Denker wie Irvin Welsh, Ian Rankin oderKate Atkinson. In der Innenstadt, der Old Town befinden sich z.B. das Schloss oder das neue Parlament und zahlreiche Museen. In der New Town zählen Princess Street (Einkaufsmeile) und George Street (Trendbars und Markenboutiquen) zu den Sehenswürdigkeiten.
Am frühen Abend bezogen wir unser Hotel in dem kleinen Fischerort
North Queensferry.


OEastfield
Die zwei folgenden Tage standen ganz im Zeichen der Anguszucht.
Wir besuchten am Freitag drei Zuchtstätten um Kelso.
Mr. Brewis und seine Frau (Eastfield Farm) empfingen uns am Freitagmorgen mit einer Tasse Tee oder Kaffee. Die Schotten sind gänzlich unkompliziert und so fanden wir uns alle Mann kurzerhand in der Küche wieder. Nach dem kurzen Plausch gingen wir zu den Weiden. Mr. Brewis führt zwei Betriebe, Eastflield und Lempitlaw. Es werden 430 ha bewirtschaftet bei etwa 170 m ü.n.N. mit 650 mm Niederschlag. 310 ha werden für Ackerbau genutzt. Was uns sofort ins Auge fiel waren die satten, saftig grünen Weiden. Kein Löwenzahn oder sonstige Verunkrautung. Der kleinste Schlag der Farm umfasst 20 ha. Die meisten von uns waren davon ausgegangen, dass die Schläge kleiner strukturiert sind, so wie man es in Hessen oft findet. Es werden 34 Aberdeen Anguskühe gehalten mit 28 Zuchtfärsen und 2 Herdenbullen.
Die Kühe kalben im Frühjahr. Außerdem verfügt die Farm über eine Gebrauchsherde von 100 Kühen, Shorthorn x Angus. Die männlichen Tiere werden an eine Biosupermarktkette vermarktet. Das Futter setzt sich aus Weizen, Stroh, Süßlupinen, Kartoffeln und etwas Silage zusammen.
Unser erster Eindruck, eine interessante Herde, die sehr intensiv geführt wird. Auch die Angusjungbullen stellten sich bestens dar, enorm bemuskelt und mit starken Fundamenten. Die Zuchtbullen werden mit 2 Jahren auf Auktionen oder ab Hof vermarktet. Bis dahin wachsen sie gut behütet und intensiv gefüttert auf. Die Farm hält außerdem noch 400 Schafe, die teilweise gemeinsam mit den Rindern weiden. Mr. Brewis zeigte uns auch seinen neuen Stall, zu dem jemand scherzhaft anmerkte: „ Hier leben die Kühe im Zirkuszelt.“ Der Rundstall mit 30 m Durchmesser fasst bis zu 80 Kalbinnen in 8 Gruppen und ist mit dem praktischen Mittelpunkt zum Sortieren eine interessante Stallvariante, die durchaus für Aufmerksamkeit bei unseren Züchtern sorgte.


O
Zuchtbulle bei Eastfiel

Unser nächstes Reiseziel war die Tofts Farm von James Playfair-Hannay.
Hier werden die Anguskühe ganzjährig auf der Weide gehalten.
Wir hörten, dass im letzten Jahr so viel Schnee gefallen sei, wie in den letzten 20 Jahren zusammen, also raue Bedingungen auf den bis zu 450 m hoch gelegenen Weiden. Die Fahrt zum höchsten Punkt am Berg war schon ein kleines Abenteuer. Von dort hatten wir einen herrlichen Ausblick auf die Middlelands und so weit das Auge reichte folgte ein Tal dem Anderen. Der Wind auf der Bergkuppe war unglaublich böig und nach einem kurzen Aufenthalt waren wir froh mit dem Jeep wieder ins Tal fahren zu können.
Tofts besteht aus 3 Farmen mit 1800 ha. Die Tiere werden mit Gras, Grassilage, Gerste, Stroh und Mineralfutter gefüttert. Das Erstkalbealter liegt bei 2 Jahren, die Kühe werden nach dem 10. Kalb aussortiert. Die Belegungen erfolgen im Natursprung, durch Embryotransfer und Besamungen aus der ganzen Welt. Ein Zuchtziel ist eine robuste Anguskuh die mit Grasfütterung bestehen kann. Zu Schauen wird Kraftfutter eingesetzt. Die Kälber werden im Frühjahr geboren und nach ca. 7 Monaten abgesetzt. In der Trockenstehphase sind die Kühe auf „den Hügeln“. Die Absetzer werden im Stall mit GPS, Getreideschrot, Lupinen- oder Sojaeiweiß und Mineralfutter gefüttert.
Tofts hält 90 reine Aberdeenkühe und hat eine Gebrauchsherde von 70 Shorthornkühen die mit Angus gekreuzt werden.

O
Schottisches Wetter bei Toft`s Angus

Das nächstes Highlight war der Betrieb von John Elliot (Rawburn Farm). Hier sahen wir Bullen mit Herz – das Brandzeichen der Farm.
Mr. Elliot zeigte uns eine ausgesuchte Herde von 30 Kühen, der insgesamt 200 Anguskühe, von denen 20 in Amerika stehen.
Wir bestaunten seine besten Jungbullen im Alter von 12-14 Monaten. Die Topleistung des besten Tieres lag bei 870 kg/400 Tagegewicht und einem Verkaufspreis von 30.000 Schottischen Pfund (35.400 €). Für einen durchschnittlichen Bullen sollten durchaus 8000,- bis 10.000,- € eingeplant werden, und der ein oder andere Züchter aus unseren Reihen überlegte ob er denn das richtige Portemonnaie eingepackt hatte.
Färsen erzielten auf der Rawburn Farm im Jahr 2010 einen Durchschnittspreis von 7000.- €.

O
Jungbullen bei Rawburn

Nach den vielen imposanten Eindrücken des Tages, den immer wieder kehrenden, kleinen Regenschauern bei den kühlen Temperaturen und dem frischen schottischen Wind nahmen wir die Einladung zu einem Umtrunk in -der Küche- gern an und wärmten uns auf diesem Wege wieder auf.

O
Rawburn

Der Samstag bot uns freundlichere Temperaturen und wir wurden von Regen verschont. Morgens besuchten wir auf unserem Weg zur Moncur Farm von Mr. Taylor die Kleinstadt Perth.
Bei Taylor`s wurden wir mit Sandwiches und Kartoffelchips aus der eigenen Produktion empfangen. Die Moncur Farm wird in der 3. Generation seid 1927 von der Familie Taylor geführt. Seid 1987 werden Aberdeen Angus gezüchtet.
Es werden 400 ha Getreide und 400 ha Kartoffeln angebaut. Die Chipsproduktion umfasst 5 Sorten mit den Geschmacksrichtungen angus, cheep, onions, ham und chilli. Der Vertrieb soll auch nach auf das europäische Festland ausgedehnt werden. Die 30 Aberdeen Anguskühe nehmen zwar einen geringen Produktionsteil des Betriebes ein, werden aber absolut professionell geführt. Die Verkaufsbullen kosten etwa 3.500,- € bis 20.000,- €.

O
Moncur Angus von Russell Taylor

Die Tiere von Mr. Taylor kamen unserem Zuchtziel wohl am nächsten. Die Kühe waren nicht ganz so groß, wie in den vorherigen Betrieben und auch die Jungbullen stellten sich sehr gut dar. Dennoch kann man feststellen, dass die schottische Anguszucht sich ganz klar von der Deutschen unterscheidet, zum einen von der Erscheinung der Tiere, sowohl auch von der Intensität mit der hier die Tiere gehalten werden.

_wsb_569x429_P5140696
Junge Zuchtkuh bei Moncur

Der letzte Betrieb den wir auf unserer Reise besuchten war die Nehterton Farm von Mr. Mc Laren. Alle Herden, die wir besuchten sind weit über die Grenzen Schottlands bekannt und die Netherton Farm hat sich durch Embryotransfer weltweit einen Namen gemacht.

O
Netherton

Hier stand sie dann: „ The biggest cow we have ever seen,” mit einem Gewicht von über 1000kg. Die etwa 30 Kälber die wir sahen stammten aus Embryotransfer. Mit 14 Monaten werden die besten Rinder zum ersten Mal gespült und nur wenige Kälber auf dem Betrieb stammen aus dem Natursprung. Im Jahr werden 200-300 Embryonen vermarktet.
Die Embryonen werden in der eigenen Herde eingesetzt oder weltweit verkauft.
Vor einigen Jahren wurden bis auf 5 oder 6 Kühe alle Zuchttiere im Alter von 4-5 Jahren verkauft, um dann eine neue Herde aufzubauen. Die neue Herde soll jetzt auf 120 Kühe wachsen. Die Kühe kalben zum ersten Mal mit 2 Jahren und es wird sehr auf Milchleistung selektiert. Die ersten Jungbullen werden im Alter von 15-16 Monaten angeboten und die Kaufpreise beginnen bei 5500,- €.
Die Netherton Farm setzt Genetik aus Canada, Neuseeland, Australien und Amerika ein. Die Verkaufsbullen werden nicht so intensiv wie auf den anderen Farmen zugefüttert. Sie erhalten nur 4-5 kg Kraftfutter mit 16% Eiweiß. Und zum Abschluss unseres Besuches bringt Mr. Mc Laren das zur Aussprache was in den letzten zwei Tagen unser Eindruck war: „Aberdeen Angus ist nicht mehr das, was wir vor 30 Jahren einmal gezüchtet haben.
Heute sind die Tiere groß und mächtig und ich versuche darauf zu achten, dass wir nicht über das Ziel hinauswachsen.“
Mit der Aussage sahen sich viele der mitgereisten Züchter bestätigt.
Man muss mal in natura gesehen haben, wie die heutigen Aberdeen Angus im Ursprungsland der Rasse gezüchtet werden. Ob wir diese Intensität in der Anguszucht in Deutschland brauchen, dass sollte jeder Züchter für sich entscheiden. Fest steht, wir haben eine wunderschöne Landschaft gesehen, die ihren ganz eigenen Charme hat. Wir besuchten bestens geführte Zuchtbetriebe, die uns außergewöhnliche Tiere präsentierten und
wir waren eine tolle Reisegesellschaft bei der nach allen Bemühungen nur eine Frage offen geblieben ist: „Was tragen die Schotten unter dem Rock?“
Am Sonntag stand die Heimreise auf dem Programm. Gegen Mittag ging unser Flug von Edinburgh zurück nach Düsseldorf. Im Gepäck nahmen wir die gesammelten Eindrücke und viel Erzählenswertes für zu Hause mit.

Ingrid Sippel